Magdeburg l Das Mittelalter kann man zurzeit in der Otto-von-Guericke-Straße riechen. Geht man am Kulturhistorischen Museum vorbei, steigt einem ein Duft von Lagerfeuer, Kräutern, Kiefernholz und frischem Brot in die Nase. Seit Sonntag wird die Megedeborch wieder bevölkert. Und das Mittelalterspiel erfreut sich weiter großer Beliebtheit. "Alle Veranstaltungstage sind ausgebucht", berichtet Museumssprecherin Freya Paschen. Vor und nach den Sommerferien meist mit Schulklassen, in den Ferien mit gemischten Kindergruppen.

Am Dienstag, am ersten Veranstaltungstag der Saison, schlüpften Kinder der Grundschule Salbke und Jugendliche des Bildungsträgers "Salo Partner" in die Mittelalterkostüme und wurden zu Rittern, Stadtwachen, Holzschnitzern, Weberinnen, Schmieden, Klosterschülerinnen und vieles mehr, alle Berufe eben, die es in einer mittelalterlichen Stadt, die auch Bischofssitz war, gab. Die Kinder können sich ausprobieren und dabei etwas über das Mittelalter lernen. Und das auf wissenschaftlich fundierter Basis. Die Megedeburch ist ein Abbild (in verkleinerter Form) des mittelalterlichen Magdeburgs. Für jede Saison wird ein Drehbuch geschrieben, das eine ganz bestimmte Epoche abbildet. In diesem Jahr ist es "Der Vorabend der Reformation" - die Ruhe vor dem Sturm, den dann der Reformator Martin Luther ausgelöst hat.

Die Kinder werden bei ihrem "Leben" in der Megedeborch von ausgewählten Mitarbeitern der AQB-Beschäftigungsgesellschaft begleitet und angeleitet. Es wird "Mittelalterdeutsch" gesprochen, Handys, Armbanduhren oder andere elektronische Helfer der Gegenwart sind in der Megedeborch verboten. Es gibt keinen Strom. Dafür für die Besucher aber jede Menge Spaß.

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