Magdeburg l Am Späten Abend hat das Statistische Landesamt für Magdeburg vorläufige Ergebnisse veröffentlicht. Was den künftigen Stadtrat angeht, konnten die drei großen Parteien ihre Positionen verteidigen. Während SPD und CDU leichte Gewinne verbuchen konnten, musste die Linke leichte Verluste wegstecken: Die Christdemokraten konnten um 2,2 Prozent im Vergleich zu den Stadtratswahlen im Jahr 2009 zulegen und kamen auf 25,2 Prozent der knapp 76000 abgegebenen Stimmen. Obwohl der Zuwachs größer ausfällt als bei den Sozialdemokraten, konnten diese erneut die meisten Wähler dazu bringen, ihre Kreuzchen an den den entsprechenden Stellen zu machen: Die Magdeburger SPD kommt auf 25,4 Prozent und damit auf 1,5 Prozent mehr als vor fünf Jahren. Diese beiden Parteien kommen im neuen Stadtrat auf jeweils 14 Sitze. Die Linke hat 1,2 Prozent im Vergleich zu 2009 verloren und kommt jetzt auf 22,2 Prozent.

Gefestigt haben die Grünen ihren Platz an der vierten Stelle: Sie erreichten damit 0,4 Prozent mehr als noch im Jahr 2009. Dieser Trend hatte sich - ebenso wie das gute Abschneiden der SPD - erst am späten Abend herauskristallisiert.

Mit drei Abgeordneten kann nach dem vorläufigen Ergebnis die AfD die kleinste Fraktion im Rathaus stellen. Die Partei, die vor allem mit europakritischen Aussagen punkten konnte, kam auf 4,8 Prozent.

Für den Fraktionsstatus reicht es bei der FDP nicht mehr: Die Liberalen sind mit 3,2 Prozent und damit 5,2 Prozent weniger als noch 2009 die großen Verlierer des Abends. Mit zwei Stadträten werden sie nicht mehr von den Vorteilen einer eigenständigen Fraktion profitieren können.

Mehrere Parteien sind mit einem Stadtrat künftig im Rathaus vertreten. Zum einen wäre da Future. Die in die Jahre gekommene Jugendpartei hat es nur noch auf 2,0 und damit auf 1,8 Prozent weniger als 2009 gebracht. Die Magdeburger Gartenpartei kam auf 1,9 Prozent. Die aus dem Protest gegen die Bebauung von Kleingartensparten hervorgegangene Gruppierung hatte sich möglicherweise angesichts der Menge an Kleingärtnern in Magdeburg eine größere Wählerzahl ausgemalt. Einen Abgeordneten auf für die Wählergruppe BfM - ein Urgestein in der Magedeburger Parteienlandschaft und erneut von Verlusten gekennzeichnet: Mit 1,6 Prozent gab es noch einmal 0,6 Prozent weniger als im Jahr 2009. Die Tierschutzpartei schließlich ist mit 2,1 Prozent und einem Verlust von 0,4 Prozent die erfolgreichste Partei in Rund der Ein-Mandate-Parteien.

Die von ihr abgespaltene Tierschutzallianz kam nur auf 0,4 Prozent der Stimmen. Ohne ein Mandat bleibt auch die NPD, die jetzt 0,3 statt 2,0 Prozent erreichte - ohne allerdings diesmal flächendeckend angetreten zu sein. Einzelbewerber Frank Guderjahn kam schließlich auf 0,1 Prozent der Stimmen zu den Stadtratswahlen 2014 in Magdeburg.

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