Magdeburg l Stabil zeigt sich der Arbeitsmarkt in Magdeburg. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Arbeitslosenquote im Rahmen der jährlichen Frühjahrsbebung weiter gesunken - im Vergleich zum Vorjahr ist sie konstant. "Viele Arbeitgeber sind im Mai zurückhaltender in der Meldung freier Stellen als noch im Vormonat. Dennoch gibt es stark nachgefragte Branchen in der Landeshauptstadt", sagt Matthias Kaschte, Chef der Arbeitsagentur für Magdeburg, Börde und Jerichower Land.

Er erläutert weiter: "Zu den besonders stark nachgefragten Bereichen gehört die Informations- und Kommunikationsbranche. Vor allem IT-Spezialisten, wie zum Beispiel Softwareentwickler, werden händeringend gesucht. Hier boomt die Arbeitskräftenachfrage." Daneben habe inzwischen auch die öffentliche Verwaltung einen großen Bedarf an Lehrern für das kommende Schuljahr angemeldet. Hier wurde für alle Teile Sachsen-Anhalts verstärkt Personal gesucht, berichtet Matthias Kaschte.

Während die Arbeitslosigkeit der jungen Menschen unter 25 Jahren innerhalb der Grenzen der Landeshauptstadt im Jahresvergleich um 120 auf 1195 gesunken ist, zeigt sich bei Lebensälteren über 55 Jahre eine gegenläufige Entwicklung. Mittlerweile sind in dieser Altersgruppe 4588 Menschen arbeitslos, 262 mehr als vor einem Jahr. Der Trend hat auch demografische Ursachen, weil die Zahl der älteren Menschen an der Bevölkerung generell steigt, heißt es dazu im Arbeitsmarktreport aus der Magdeburger Agentur.

Neben dem höheren Anteil dieser Gruppe an der Gesamtbevölkerung seien ältere Menschen insgesamt aber auch länger arbeitslos. Kommen zum Alter noch gesundheitliche Beeinträchtigungen hinzu, sinken die Chancen auf einen regulären Job drastisch. "Dies kann nur teilweise durch die vielfältigen Förderleistungen der Arbeitsagentur und Jobcenter abgefangen werden", heißt es in dem Report.

Der Blick auf die Unterbeschäftigung zeichnet ein genaueres Bild von der Verfassung des Arbeitsmarktes als die Quote. Denn hier werden neben Arbeitslosen auch Teilnehmer in Maßnahmen, Weiterbildungen, Vorruhestandsregelungen und arbeitsunfähig Erkrankte erfasst.

Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) belief sich im gesamten Agenturbezirk im Mai auf 36 888, das sind 2885 Personen weniger als im Vorjahresmonat. Die Unterbeschäftigungsquote liegt mit 13,4 um 1,1 Prozent unter dem Vorjahreswert.