Magdeburg l Die Neue Schule wird das Schulareal an der Nachtweide neu beleben - die Volksstimme berichtete. Bis zum Beginn des kommenden Schuljahres sollen ausreichend Klassenräume hergerichtet sein, um die dann siebente, die beiden sechsten und die neuen fünften Klassen unterbringen zu können. Sina Frankmölle ist Sprecherin im Vorstand des Trägervereins und sagt: "Diese Aufgabe ist zu schaffen, denn als wir in das Provisorium am Lorenzweg 81 gezogen sind, mussten wir ja auch die Räume herrichten." Neben den Mitstreitern des Vereins und den Mitarbeitern seien da besonders die Eltern gefragt. "Und gerade was das Malern angeht, können natürlich die Kinder, wenn ihre Eltern mit dabei sind, gern mitmachen."

Ein Blick auf das Gelände macht klar, warum sich die Neue Schule zunächst auf das westliche der beiden Gebäude - das zur Nachtweide hin - konzentrieren möchte und hier dem aufwachsenden Bedarf entsprechend die Räume herrichten möchte: Während dieses Haus zum Teil noch für Kita-Räume genutzt wird und in einem entsprechend guten Zustand ist, bietet das Ostgebäude einen eher bedauernswerten Anblick: Die Fenster fehlen seit langem, und im Erdgeschoss sind Fenster und Türen zugenagelt. Dennoch soll im Rahmen einer Bebauungsstudie geprüft werden, ob dieses noch saniert werden kann. Die Alternative wäre ein Neubau. Ob die beiden alten Gebäude oder ein altes und ein Neubau das künftige Bild des Schulgeländes bestimmt, hänge jedoch auch von der Gesamtkonzeption ab, gibt sich der Vorstand noch bedeckt. Eine Reihe von Fragen muss erst noch geklärt werden: Welche räumlichen Voraussetzungen benötigen wir zur Umsetzung unseres reformpädagogischen Konzeptes? Und: Was ist wann und wie finanzierbar?

Was Verhandlungen und das Formulieren von Konzepten angeht, hatte Oberbürgermeister Lutz Trümper der Neuen Schule jüngst jedenfalls bereits ein hohes Geschick attestiert. Laut Vereinsvorstand geht es jetzt darum, weitere Förderer und Sponsoren zu gewinnen, die gerade in der Aufbauphase des endgültigen Standortes "sehr hilfreich wären".

Wichtig für Schüler und Lehrer am bisherigen Schul-standort jedenfalls auch, all dies mitzunehmen, was sich in den vergangenen Jahren bereits bewährt hat. Schüler wie Antonia, Alina und Paul aus den fünften Klassen nennen beispielsweise den Spaß am Lernen oder die Forscherrolle, die Klangschale, den Klassenratsbriefkasten und die Leseecke. Marcus Mähnert, Klassenlehrer der 5b, ist die Differenzierung wichtig - dass also jedes Kind seinen individuellen Bedürfnissen entsprechend gefördert wird. Und Schulleiterin Jutta Liebert möchte, dass sich auch am neuen Standort jedes Kind wohlfühlen kann.Der letzte Tag der offenen Tür am alten Standort findet am 12. Juli von 11 bis 14 Uhr im Lorenzweg 81 statt.