Magdeburg l Im strömenden Regen stehen Bernd Schöne, Klaus Bertram und Hans-Jürgen Schöneberger gestern Mittag um den offenen Abfluss inmitten der Arndtstraße und verschnaufen einen Moment. Mit vereinten Kräften hieven sie dann einen schweren Betonring vom Lkw, um ihn anschließend am Abfluss anzubringen.

Auf die Reporterfrage, ob man diese Arbeiten bei solch einer Dauerdusche von oben überhaupt durchführen kann, antwortet Hans-Jürgen Schöneberger lapidar: "Immer noch besser als gestern." Denn am Dienstag, als sie mit ihrer Arbeit in der Arndtstraße begonnen hatten, waren sie zwar auch nass. Das lag aber an den tropischen Temperaturen, die sie gehörig ins Schwitzen brachten.

Dennoch liegen die drei im Soll. Bis gestern hatten sie bereits alle sechs Gullydeckel zwischen Hans-Löscher-Straße und Große Diesdorfer Straße ausgetauscht.

Im Auftrag der Städtischen Werke Magdeburg (SWM) wechselten sie die Verschlüsse aus, weil sie ein "bestimmtes Alter" erreicht hatten, wie Pressesprecherin Cornelia Kolberg auf Nachfrage erklärt. "Sie waren nicht ganz eben und haben gewackelt. Um Gefahren auszuschließen, haben wir sie austauschen lassen", erläutert sie weiter.

Für heute haben sich die Straßenbauer angekündigt, die den Asphalt um die Deckel drumherum auftragen, morgen sollen die Arbeiten komplett beendet sein. Dann wird auch wieder das Parkverbot entlang der Arndtstraße aufgehoben, das auch gestern nur teilweise beachtet wurde. Dadurch dass die Gullys mitten auf der Fahrbahn liegen und entsprechend abgesperrt waren, kam es auch gerade im Berufsverkehr zum Slalomverkehr. Die Autofahrer schlängelten sich abwechselnd über die Parkstreifen an den Baustellen vorbei. Gemeckert habe aber niemand, sagt Hans-Jürgen Schöneberger und zieht sich die Kapuze zurecht.