Magdeburg l Das Management des Floraparks hat sich bei der Volksstimme gemeldet: Am Freitag habe die Koprian iQ Management GmbH den Bauantrag zur Umgestaltung des Einkaufszentrums im Nordosten der Landeshauptstadt bei der Stadtverwaltung eingereicht. Wie bereits angekündigt, soll dies den Weg freimachen für die Arbeiten, mit denen das Einkaufszentrum nach dem Wechsel des Managements im vergangenen Jahr wieder auf Vordermann gebracht werden soll. Mit der Abgabe des Bauantrags hoffen die Betreiber des Floraparks, ihren Zeitplan einhalten zu können.

Die Stadtverwaltung bestätigt den Eingang des Bauantrags. Stadtsprecherin Cornelia Poenicke erklärt: "Das Bauordnungsamt wird prüfen, ob die Vorschriften des rechtsgültigen Bauleitplans eingehalten worden sind." Zu anderen möglichen Auflagen dürfe das Bauordnungsamt keine Angaben machen, da es sich um ein laufendes Verwaltungsverfahren handelt.

Ob dies alles denn so einfach wird, ist offen. Von der Industrie- und Handelskammer Magdeburg hatte es bereits vor Monaten Kritik gegeben: Die Umwandlung der Flächen eines ehemaligen Baumarktes in Geschäfte mit einem innenstadtrelevanten Sortiment - dabei handelt es sich beispielsweise um Textilien - würde auf Kosten der traditionellen Geschäftsstraßen gehen. Auch aus der Stadtverwaltung und der IG Innenstadt hatte es entsprechende Bedenken gegeben. Maßgeblich sei nach wie vor das Märktekonzept der Stadt. In dem nimmt der Florapark einen besonderen Platz ein - allerdings in der bisherigen Form.

Helmut Koprian vom Centermanagement sieht die Investition indes als Steigerung der Attraktivität für ganz Magdeburg: "Der Florapark ist bedeutender Einzelhandelsmotor für die gesamte Stadt und ergänzt durch seine deutliche regionale Ausstrahlung - auch gefördert durch die anstehende Revitalisierung und Optimierung - den innerstädtischen Handel von Magdeburg und macht die Landeshauptstadt als Einkaufsmetropole noch interessanter."

Mit dem Florapark im Nordwesten Magdeburgs befindet sich nach Günthersdorf bei Halle das zweitgrößte Einzelhandelszentrum Sachsen-Anhalts in Magdeburg. Zumindest, wenn es nach der zur Verfügung stehenden Handelsfläche geht. Denn was die tatsächlich genutzten Flächen angeht, sieht die Sache derzeit nicht ganz so aus: Einige Händler beklagen ein Nachlassen des Zulaufs von Kunden. Und viele von denen kritisieren wiederum, dass das Angebot in den vergangenen Monaten merklich nachgelassen habe, viele Lokale leer stünden. Helmut Koprian verweist diesbezüglich auf neues Leben dank neuer Mieter: Im ersten und zweiten Bauabschnitt liege die Vermietungsquote bei mehr als 80 Prozent. Über die letzten freien Flächen liefen aussichtsreiche Verhandlungen mit zwei neuen Ankermietern - Mietern also, die dank ihrer Bekanntheit und ihrer Größe die Kunden anlocken.