Magdeburg l Ein Dorfklub sei bereits zu DDR-Zeiten im Doppeldorf aktiv gewesen, doch über die Jahre sei das Engagement eingerostet. Nun steht die Initiative von Bewohnern aus der Ortschaft vor einer Wiederbelebung, wie Henry Hagendorf sagt. "Wir sind Dorfbewohner, die mit Veranstaltungen die Menschen zusammenbringen möchten." Wir, das sind derzeit zwölf Mitglieder, die sich zum Dorfklub zusammengefunden haben. Als Zentrale fungiert das Gelände am Dorfplatz 15. In einem Geschäftsgebäude des S+H Landhandels kommt es zu regelmäßigen Treffen der Mitglieder. Hier soll auch die erste Aktion, ein Tomatenfest am 13. September, organisiert werden. "Mit dem 10 000 Quadratmeter fassenden Gelände und einer etwa 500 Quadratmeter großen Halle gibt es hier die besten Möglichkeiten, die Ideen umzusetzen", so Hagendorf vom Dorfklub, gleichzeitig Betreiber des Landhandels. So könne bei Veranstaltungen jeweils eine Gut- und Schlechtwettervariante angeboten werden.

Die Euphorie der Mitstreiter basiert auf den Erfahrungen des Hähnekrähens des Rassegeflügelzuchtvereins Magdeburg-Südost. In diesem Jahr wurde der tierische Wettstreit in Kategorien wie etwa lautester und schönster Hahn der Stadt erstmals in einem größeren, festlichen Rahmen mit musikalischem und Begleitprogramm von den Züchtern Henry Hagendorf, Hans Albert Preetz und Dirk Zimmermann organisiert. "Das war von der Stimmung und vom Zuspruch der Besucher her ein voller Erfolg", schätzt Hagendorf die Veranstaltung vom 1. Mai ein.

Jene Mitglieder sind nun also im Dorfklub aktiv und mitten in den Vorbereitungen des Tomatenfestes. Erste Sponsoren konnten als Unterstützer schon gewonnen werden.

Ambitioniertes Ziel sei, das Fest zu einer Tradition werden zu lassen. "Damit möchten wir aber nicht in Konkurrenz zum Erntefest treten", so Hagendorf, der den Dorfklub auch nicht als Pendant zum Heimatverein Beyendorf-Sohlen, der sich unter anderem der Bewahrung von Traditionen verschrieben hat, versteht. "Der Dorfklub soll eine lockere Runde ohne feste Statuten sein, die sich in das kulturelle Leben in Beyendorf-Sohlen einbringt", klärt er auf. Gleichgesinnte seien jederzeit willkommen.

Für den Klub legt Hagendorf die Funktion des Sprechers der Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA) des Doppeldorfes nieder. Er wolle sich künftig für den Dorfklub in der Gruppe einbringen.