In Sudenburg wurde am Wochenende das schon traditionelle Straßenfest gefeiert. Anlass genug, um mit Michael Hoffmann, Chef der IG-Sudenburg, den Stadtteil mal unter die Lupe zu nehmen.

Sudenburg l Die Halberstädter Straße und Sudenburg gehören mit zu den sogenannten "Subzentren" von Magdeburg. Rund 18000 der Einwohner der Stadt leben dort auf rund 5,5 Quadratkilometern. Auf die Frage, wie Michael Hoffmann einen Außenstehenden für Sudenburg begeistern will, zählte er auf: "Sudenburg ist der schönste Stadtteil Magdeburgs, Sudenburg hat viel Grün und hat Flair, es gibt eine vielfältige Kneipenszene und ein reichhaltiges Kulturleben. Und: Hier gibt es Breitband, schnelle Internetanbindung." Es habe sich seit der Wende in Sudenburg viel getan, der Stadtteil sei attraktiver geworden, aber sei sich als "Kiez auch treu geblieben."

Der Mittelpunkt von Sudenburg ist die Halberstädter Straße. Dort müsse noch einiges passieren, so Michael Hoffmann. Unternehmen, Grundstückseigentümer und alle Interessierten seien eingeladen, Mitglied der IG-Sudenbrug zu werden, um so gemeinsam und aktiv an einem Strang zu ziehen und Sudenburg noch besser zu gestalten und zu vermarkten.

Auf die Bevölkerungsstruktur seines Stadtteils hat Hoffmann eine positiv-realistische Sicht. Sudenburg habe in den vergangenen zehn Jahren stetig Einwohner hinzugewinnen können. "Gegenüber der Gesamtstadt, wo ja die Einwohnerstruktur etwa gleichbleibend ist, hat Sudenburg mit 7,9 Prozent mehr Einwohnern erheblich zulegen können. Ein positiver Trend. Die Bevölkerungsstruktur sei sozial gesehen, auch was die Einkommensstruktur anbelange, nicht ganz unproblematisch. Auch der Ausländeranteil sei überproportional höher als im Gesamtdurchschnitt von Magdeburg. "Natürlich ist es weiterhin sinnvoll und gewünscht, dass junge Leute und Studenten nach Sudenburg ziehen, gerade jetzt, wo wir nun dank jahrelanger Bemühungen Internet-Breitband haben." Was der Stadtteil brauche, sei Bauland für junge Familien, was sich positiv auf die soziale Struktur auswirken werde.

Und wie sieht die Zusammenarbeit mit der Stadt aus? "Das Machteburjer Prädikat ,da kannste nich meckern´, was dem höchsten Lob entsprechen würde, würde ich nicht vergeben wollen. Es ist jedoch mittlerweile eine akzeptable Zusammenarbeit." Bei Sauberkeit, Ordnung und im Bereich Grünpflege könnte die Stadt noch einiges zulegen. "Zudem erwarten wir von der Stadt, dass das ASO-Programm mit seinen Projekten zeitnah und zügig umgesetzt wird. Insbesondere sollte der Eiskellerplatz bald umgestaltet werden."