Magdeburg l Dass ihre Stadt und insbesondere der Dom eine Reise wert sind, wissen die Magdeburger schon lange. Aber auch Touristen schätzen offenbar einen Besuch im ältesten gotischen Bauwerk Deutschlands. Auf den Seiten des internationalen Reisebewertungsportals "TripAdvisor" haben so viele von ihnen eine positive Resonanz über ihre Besichtigung des Doms abgegeben, dass dieser jetzt das "Zertifikat für Exzellenz" als Gewinner 2014 erhielt. Und da ein Gebäude schlecht eine Auszeichung annehmen kann, wurde denjenigen die Urkunde überreicht, die für den Erfolg letztendlich verantwortlich sind: die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Domtreffs.

80 Frauen und Männer sind darin organisiert und kümmern sich im Auftrag der Domgemeinde um die täglichen Besucherströme in den heiligen Mauern. Neben den Dom- bzw. Turmführern sind das vor allem die Mitarbeiter des Kartentisches, die sozusagen das Gesicht des Domes für die Besucher sind. Diese für den Dom aktive Gruppe wurde jetzt von den Nutzern des Portals für ihre Arbeit ausgezeichnet und mit 4,5 von 5 zu erreichenden Punkten zu einem der Gewinner in Deutschland gekürt. In diesem Portal bewerten Gäste Reiseziele und Sehenswürdigkeiten in Deutschland und der ganzen Welt entsprechend ihrer Attraktivität und touristischen Betreuung. "Die Bestätigung der Arbeit des Domtreffs ist für uns auch deshalb so wichtig, weil im Internet oftmals lieber anonym gemeckert und schlecht bewertet wird, anstatt die Arbeit der vielen ehrenamtlichen Helfer in den Sehenswürdigkeiten in Stadt und Land zu würdigen und zu achten", erklärt Detlef Wagner, der gemeinsam mit Annette Sohnekind den Domtreff leitet.

Er nahm die Urkunde kürzlich beim Sommerfest der Domgemeinde von der geschäftsführenden Pfarrerin des Domes, Gabriele Kölling, entgegen. Sie wird nun einen besonderen Platz am Kartentisch im Eingangsbereich des Domes bekommen, wo jeder Besucher sie sehen kann. "Wir wollen damit den Gästen für ihre positive Bewertung danken und zukünftige Besucher animieren, ebenfalls ihre Meinung über den Dom und die Führungen abzugeben", sagt Wagner. Sein großer Dank gilt vor allem seinen Mitstreitern für ihre Einsatzbereitschaft.

 

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