Magdeburg l Der namhafte Tenor Pedro Cuadrado ist heute in der St.-Norbert-Kirche, Karl-Schmidt-Straße 5, im Magdeburger Stadtteil Buckau zu erleben. Im Rahmen des Rühlmannorgel-Festivals findet ab 19 Uhr erstmals auch ein Konzert in Magdeburg statt. Begleitet wird der andalusische Gast von Kantor Matthias Müller an der Orgel. Hintergrund: Die Familie Rühlmann aus Zörbig hat in vier Generationen mit mehr als 450 Orgeln aus den Jahren 1842 bis 1940 ihre Spuren hinterlassen. Einige Orgeln stellen einen Glanzpunkt des deutschen romantischen Orgelbaus dar. Seit vielen Jahren ist Matthias Müller mit dem letzten Nachfahren dieser Orgelbauergeneration, Orgelbaumeister Albrecht Rühlmann, befreundet. Von ihm bekam er für seine Harmonium- und Orgelreparaturwerkstatt einiges Originalwerkzeug aus der Firma Rühlmann. Aus dieser Freundschaft erwuchs die Idee zur Gründung des Rühlmannorgel-Festivals. Das Festival findet inzwischen zum neunten Mal statt.

Geboren wurde Pedro Cuadrado in der Hauptstadt der spanischen Autonomen Region Andalusien. Seit 1995 arbeitet er mit Matthias Müller zusammen - neben dem Rühlmannorgel-Festival umfasst diese Kooperation beispielsweise das Internationalen Festival in Castillien – Medina de Rioseco.

In jungen Jahren lernte Pedro Cuadrado am Konservatorium seiner Heimatstadt. Später besuchte er das Konservatorium von Palma de Mallorca. 1995 studierte er am Leopold-Mozart-Konservatorium Augsburg bei Dorotea Chryst. Dort sang er als Solist bei diversen Opernproduktionen. Im gleichen Jahr gewann er den Eduardo Torres Preis für junge Interpreten in Sevilla. Gemeinsame Auftritte hatte der Spanier mit dem Orchester des Konservatorium Augsburg, dem Manuel Castillo Orchester, dem Königlichen Sinfonieorchester Sevilla, dem Philharmonische Orchester Augsburg dem Londoner Solistenorchester und dem Orchester von Ceuta.