Alt-Olvenstedt l Wie die Volksstimme berichtet hat, sehen die Optimierungspläne der Stadtsparkasse Magdeburg ab Frühjahr 2015 eine Schließung der Geschäftsstelle am Weizengrund und eine Zusammenlegung mit dem Standort Olvenstedter Scheid im benachbarten Stadtteil Neu-Olvenstedt vor. Einigkeit herrschte unter den anwesenden Bewohnern beim GWA-Treffen darin, dass sie das Vorhaben nicht nachvollziehen können. Die weiten Wege könne man älteren Bewohnern nicht zumuten, so eine Olvenstedterin: "Wenn man sich den Altersdurchschnitt der Bewohner anschaut, so wohnen hier im ehemaligen Bördedorf doch überwiegend Senioren, die über all die Jahre der Sparkasse treu geblieben sind." Nun, wo das Geldinstitut mit dem Standort am Weizengrund heimisch geworden ist, "kann die Sparkasse doch nicht dichtgemacht werden", äußerte ein Olvenstedter sein Unverständnis. "Wenn wenigstens ein Automat zum Geldabheben und für die Kontoauszüge im Ort verfügbar bleiben würde", regte ein weiterer Teilnehmer des GWA-Treffens, das von Herbert Umlauft vom Sprecherrat der GWA geleitet wurde, an. Und: "Die Schließung ist kein gutes Zeichen für die Entwicklung des Stadtteils."

Diskussionen gab es bei der Frage, in welcher Form die Meinungen der Olvenstedter gegenüber der Sparkasse zum Ausdruck gebracht werden können: Soll wie in anderen Stadtteilen wie Buckau und Nordwest sowie im Südosten eine Unterschriftenaktion gestartet werden? Oder das Unternehmen per Brief angeschrieben werden? "Wir müssen auf jeden Fall unseren Protest zum Ausdruck bringen", hieß es.

Volksstimme-Leserin Gisela Schneider aus Olvenstedt würde sich mit ihrem Mann Johann mit einer Unterschrift an einer Gemeinschaftsaktion beteiligen, die den Verbleib der Geschäftsstelle am Weizengrund zum Ziel hat, teilte sie per Telefon mit: "Ich gehöre noch zu jenen, die keine EC-Karte benutzen und ihre Anliegen stets persönlich am Schalter mit einem Sparkassen-Mitarbeiter besprechen." Internetbanking, welches einer der Gründe der Sparkassen-Entscheidungen sei, käme für sie nicht in Frage, da sie kein Internet nutzt. Aufgrund ihres Alters sei der künftige Weg zum Olvenstedter Scheid "mit erheblichem Aufwand verbunden, da wir nicht mehr so mobil sind".