Magdeburg l In China gibt es 160 Städte mit mindestens einer Million Einwohnern. Den Menschen im Westen sind die meisten dieser Metropolen nahezu unbekannt. Architekturfotograf Hans-Georg Esch gibt mit seiner Ausstellung "Cities Unknown" im MDR-Landesfunkhaus einen Einblick in diese unbekannte Welt und hat Städte wie Guangzhou, Tianjin, Xi´an und Shenyang, aber auch das in Magdeburg dank partnerschaftlicher Beziehungen nicht mehr ganz so unbekannte Harbin fotografiert. Die Vernissage zu "Cities Unknown" beginnt am heutigen Dienstag um 19 Uhr im Funkhaus in der Magdeburger Stadtparkstraße 8. "Ich möchte auf die unüberschaubaren Megastädte hinweisen. Denn die sich ausbreitenden urbanen Flächen entsprechen unseren Vorstellungen von Stadt nicht mehr. Andererseits geht es mir darum, mit meiner Bildsprache ein bestimmtes körperliches Gefühl hervorzurufen, zu vermitteln, wie es sein könnte, in einer Megacity zu leben", veranschaulicht Hans-Georg Esch seine Fotokunst.

Als Städtefotograf ist Esch Chronist. Doch reine Abbilder der Metropolen zeigt er nicht. Die Kunst des Fotografen macht die Faszination Megacity nahezu physisch erlebbar: Der Sog seiner durchweg von erhöhten Standpunkten aufgenommenen Bilder zieht den Betrachter in das Geschehen. Der Blick verliert sich in den Häuserschluchten oder gleitet an den massiven Bauten ab, die das Gesicht der neuen Meta- und Hyperstädte prägen.

Hans-Georg wurde 1964 in Neuwied am Fuße des Westerwalds in Rheinland-Pfalz geboren. Er absolvierte eine klassische Fotoausbildung. Seit 1989 ist er freischaffender Architekturfotograf und arbeitet für Architekturbüros in der ganzen Welt. Er zählt heute zu den namhaftesten Vertretern der Architekturfotografie. "Neben Auftragsarbeiten ist dabei ein eigenständiges Oeuvre freier künstlerischer Arbeit getreten, in dem Esch den Blickwinkel auf die gesamte Stadt öffnet", heißt es auf seiner Homepage.

Besichtigt werden kann die Ausstellung bis 7. September wochentags zwischen 10 und 18 Uhr sowie sonnabends und sonntags bis 16 Uhr.