Magdeburg l Das Magdeburger Puppentheater mit Sitz in der Warschauer Straße 25 im Stadtteil Buckau im Südosten der Landeshauptstadt feiert den 100. Geburtstag des französischen Komikers Louis de Funès. Gelegenheit dazu bietet die Neuinszenierung "Oscar", die derzeit im Rahmen des sommerlichen Hofspektakels gezeigt wird, zu sehen bis zum 3. August außer montags jeweils ab 20.30 Uhr. Das traditionelle Sommerprogramm der Magdeburger Puppenspieler richtet sich an Zuschauerinnen und Zuschauer im Alter ab 16 Jahren.

Inhalt: Fabrikbesitzer Barniers Buchhalter Albert Leroi will die Tochter des Chefs heiraten. Die weiß nichts von ihrem Glück, denn Lerois geliebte Nicole ist nicht Barniers Tochter. Aber das weiß der Buchhalter nicht. Barnier auch nicht. Außerdem hat Leroi seinen Chef bestohlen und weiß, dass sein Chef Steuern hinterzieht. Während Barnier einen Wutanfall bekommt, möchte seine Tochter Colette auch heiraten, aber natürlich nicht den Finanzbuchhalter, sondern den Fahrer Oscar. Von dem ist sie nicht schwanger, aber das weiß Barnier nicht. Die Haushälterin weiß es schon, würde aber nie was sagen. Vielleicht heiratet die Colette aber auch den Masseur.

Regie führte Moritz Sostmann, die Puppen stammen von Atif Hussein, die Bühne von Sven Nahrstedt und die Kostüme von Elke von Sivers.

Klaus-Peter Voigt hatte in seiner Rezension für die Volksstimme geschrieben: "Diese bewusste Abgrenzung, nicht der Versuch ihn zu kopieren, macht die Inszenierung zu einem Volltreffer. Das Stück soll in der neuen Spielzeit modifiziert auf die Bühne übernommen werden." Er lobt, dass die Schauspieler (Claudia Luise Bose, Gabriele Grauer, Freda Winter, Richard Barborka, Florian Kräuter, Len­nart Morgenstern und Leonhard Schubert) auf der Bühne ungeahnte Talente entfalten und dass die musikalischen Einlagen der Inszenierung einen besonderen Reiz geben und den Klamauk des Stücks stets für einem Moment in den Hintergrund treten lassen.