Magdeburg l Das Rothenseer Müllheizkraftwerk (MHKW) und die Pfeifferschen Stiftungen verbindet eine lange Tradition, die jetzt wieder aufgefrischt wurde. Die Beschäftigten der Elektrodemontage in der Werkstatt für behinderte Menschen besuchten die Verbrennungsanlage im Indus-triegebiet Rothensee. MHKW-Chef Rolf Oesterhoff führte die Männer und Frauen persönlich durch die Anlage und zeigte ihnen, wie sich der Müll der Magdeburger in Asche verwandelt.

Oesterhoff war bereits im März in der Behindertenwerkstatt gewesen, um sich deren Arbeit anzuschauen. Damit löste er seine Zeitspende ein, die er Anfang des Jahres bei der Winterzauber-Gala gezogen hatte. Haushaltsgeräte, Fernseher, PC- und Datenverarbeitungsgeräte werden dort in Handarbeit auseinandergenommen. Über 80 Prozent werden recycelt und in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt. Die restlichen knapp 20 Prozent landen im Verbrennungsofen des MHKW. Um ihnen zu zeigen, was dort mit dem Schrott geschieht, lud Rolf Oesterhoff die Beschäftigten auf einen Besuch in seinem Haus ein.

Als kleines Dankeschön übergaben diese im Anschluss an die interessante Führung eine Kerze in der Optik einer MHKW-Mülltonne an den Chef. Diese werden in den Werkstätten der Pfeifferschen Stiftungen in der Kerzenproduktion von Sarah Nehls angefertigt.