Magdeburg l Mit Blick auf einen Einsatz in der Nacht zum Sonnabend verweist Feuerwehr-Einsatzleiter Hartmut Greulich auf die Bedeutung von Rauchmeldern in Wohnungen.

Kurz nach Mittenacht hatte der Mieter einer Wohnung im siebten Obergeschoss in einem Haus an der Lumumbastraße im Stadtteil Neustädter See Brandgeruch und das Geräusch eines Rauchmelders vernommen. Er konnte die Quelle jedoch nicht lokalisieren. Er informierte kurzerhand die Feuerwehr über Notruf.

Während der Erkundung durch mehrere Trupps meldete sich ein Mieter aus dem siebten Obergeschoss des Nachbarhauses. Er hatte seine Nachbarin auf Grund eines Signals eines Rauchmelders geweckt. In der Wohnung hatten sie schwelendes Kochgut von der Kochstelle genommen und abgelöscht.

Im Einsatz waren von der Feuerwache Nord der Magdeburger Berufsfeuerwehr 14 Feuerwehrleute, die mit vier Fahrzeugen angerückt waren.

Der Einsatz von Rauchmeldern ist Sachsen-Anhalt in der Landes-Bauordnung geregelt. Im Paragrafen 47, Absatz 4 heißt es: "In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege aus Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Die elektronischen Geräte sind auf Verlangen für Menschen mit nachgewiesener Gehörlosigkeit mit optischen Signalen auszustatten." Die Regelung gilt seit 2009. Bestehende Wohnungen müssen bis zum 31. Dezember 2015 mit entsprechenden Rauchmeldern ausgestattet werden.

Hintergrund der Pflicht für Rauchmelder: In Deutschland sterben pro Jahr Hunderte Menschen bei Wohnungsbränden. Hinzukommen Tausende Verletzte. Das Feuer selbst ist für die Gesundheitsschäden meist nicht bedeutsam. Die meisten Menschen kommen vielmehr an Rauchvergiftungen zu Schaden. Zu den Gasen, die beim Brand entstehen, gehören Kohlenmonoxid, Kohlendioxid und Ammoniak.