Magdeburg l An den gebürtigen Magdeburger Henning von Tresckow und die Widerstandskämpfer des 20. Juli haben rund 150 Menschen am Sonntagnachmittag mit einer Kranzniederlegung an der von Tresckow zu Ehren errichteten Gedenkstele am Nordpark erinnert. Gedenkworte sprachen Oberbürgermeister Lutz Trümper und der stellvertretende Kommandeur des Bundeswehr-Landeskommandos Sachsen-Anhalt, Oberstleutnant Uwe Ried. Einen zeitgeschichtlichen Beitrag gab es von Prof. Dr. Horst Möller, ehemals Präsident des Instituts für Zeitgeschichte in München und Berlin. Das geistliche Wort spricht Stephen Gerhard Stehli. Die musikalische Umrahmung der Gedenkveranstaltung erfolgte durch das Blechbläserquartett der Magdeburger Dombläser.

Uwe Ried betonte die Bedeutung von Tresckows für die Bundeswehr, die all ihr Handeln an den Maximen von Freiheit und Gerechtigkeit ausrichten müsse. Horst Möller ging auf die Schwierigkeiten des Widerstands ein - was den gesellschaftlichen Druck, die inneren Konflikte, aber im Nachhinein auch die fehlende Anerkennung im Ausland angeht. "Mit der Kranzniederlegung würdigen die Landeshauptstadt Magdeburg und die Bundeswehr einen der führenden Köpfe des Widerstandes gegen Hitler um Oberst Graf von Stauffenberg", so Oberbürgermeister Lutz Trümper. "Gleichzeitig erinnern wir damit an alle anderen mutigen Widerstandskämpfer und an die Millionen Opfer von Nationalsozialismus und Krieg."

Henning von Tresckow wurde am 10. Januar 1901 in Magdeburg als Sohn einer pommerschen Adelsfamilie geboren. Hier verbrachte er einige Jahre seiner Kindheit. Bereits als Jugendlicher trat er in die kaiserliche Armee ein. Er folgte damit der langen preußisch-militärischen Tradition seiner Familie und wurde 1918 zu einem der jüngsten Leutnants seines Regiments ernannt. Zwischen den Weltkriegen begann er ein Jurastudium und arbeitete einige Jahre als Bankkaufmann an der Börse. 1926 ging er erneut zur Reichswehr und wurde hier im Jahre 1928 zum Oberstleutnant befördert.



Die Machtergreifung der Nationalsozialisten begrüßte Henning von Tresckow zunächst als willkommene Chance, die Schmach des Versailler Vertrages von Deutschland abzuwenden. Bald erkannte er jedoch den wahren Charakter der politischen und militärischen Strategien der NSDAP unter Hitler, woraufhin er sich mehr und mehr auf die Seite der Regimegegner stellte.

Als 1941 immer mehr Details über die Konzentrationslager und Kriegsverbrechen zu ihm durchdrangen, schloss er sich der Berliner Widerstandsgruppe um Ludwig Beck und Hans Oster an. In den folgenden Jahren plante er mehrere Attentate auf Hitler, die jedoch stets an unvorhersehbaren Umständen scheiterten.

Henning von Tresckow war maßgeblich an der Vorbereitung des Attentats beteiligt, das Oberst Graf von Stauffenberg am 20. Juli 1944 auf Hitler in dessen ostpreußischem Bunker verübte. Da von Tresckow kurz zuvor an die polnische Front versetzt worden war, konnte er sich an der unmittelbaren Ausführung des Attentates nicht beteiligen.

Als er hörte, dass Hitler noch am Leben war und die Umsturzpläne der Verschwörer ebenfalls fehlgeschlagen waren, nahm er sich an der Front das Leben. Er wollte nicht riskieren, unter Folter die Namen weiterer Beteiligter preisgeben zu müssen.

Impressionen vom Gedenken an den Widerstand

Magdeburg (ri) l Zum 70. Jahrestag des Hitlerattentats am 20. Juli 1944 gab es in Magdeburg ein Gedenken. Hier Eindrücke von der Gedenkveranstaltung im Nordpark und der Kranzniederlegung an der Henning-von-Tresckow-Stele.

  • Gedenken an den 22. Juli 1944. Beim Anschlag auf Hitler hatte der Magdeburger Henning von Tresckow eine maßgebliche Rolle gespielt. Foto: Martin Rieß

    Gedenken an den 22. Juli 1944. Beim Anschlag auf Hitler hatte der Magdeburger Henning von Tres...

  • Gedenken an den 22. Juli 1944. Beim Anschlag auf Hitler hatte der Magdeburger Henning von Tresckow eine maßgebliche Rolle gespielt. Foto: Martin Rieß

    Gedenken an den 22. Juli 1944. Beim Anschlag auf Hitler hatte der Magdeburger Henning von Tres...

  • Gedenken an den 22. Juli 1944. Beim Anschlag auf Hitler hatte der Magdeburger Henning von Tresckow eine maßgebliche Rolle gespielt. Foto: Martin Rieß

    Gedenken an den 22. Juli 1944. Beim Anschlag auf Hitler hatte der Magdeburger Henning von Tres...

  • Gedenken an den 22. Juli 1944. Beim Anschlag auf Hitler hatte der Magdeburger Henning von Tresckow eine maßgebliche Rolle gespielt. Im Bild: Oberbürgermeister Lutz Trümper. Foto: Martin Rieß

    Gedenken an den 22. Juli 1944. Beim Anschlag auf Hitler hatte der Magdeburger Henning von Tres...

  • Gedenken an den 22. Juli 1944. Beim Anschlag auf Hitler hatte der Magdeburger Henning von Tresckow eine maßgebliche Rolle gespielt. Foto: Martin Rieß

    Gedenken an den 22. Juli 1944. Beim Anschlag auf Hitler hatte der Magdeburger Henning von Tres...

  • Gedenken an den 22. Juli 1944. Beim Anschlag auf Hitler hatte der Magdeburger Henning von Tresckow eine maßgebliche Rolle gespielt. Im Bild: Oberstleutnant Uwe Ried. Foto: Martin Rieß

    Gedenken an den 22. Juli 1944. Beim Anschlag auf Hitler hatte der Magdeburger Henning von Tres...

  • Gedenken an den 22. Juli 1944. Beim Anschlag auf Hitler hatte der Magdeburger Henning von Tresckow eine maßgebliche Rolle gespielt. Foto: Martin Rieß

    Gedenken an den 22. Juli 1944. Beim Anschlag auf Hitler hatte der Magdeburger Henning von Tres...

  • Gedenken an den 22. Juli 1944. Beim Anschlag auf Hitler hatte der Magdeburger Henning von Tresckow eine maßgebliche Rolle gespielt. Foto: Martin Rieß

    Gedenken an den 22. Juli 1944. Beim Anschlag auf Hitler hatte der Magdeburger Henning von Tres...

  • Gedenken an den 22. Juli 1944. Beim Anschlag auf Hitler hatte der Magdeburger Henning von Tresckow eine maßgebliche Rolle gespielt. Foto: Martin Rieß

    Gedenken an den 22. Juli 1944. Beim Anschlag auf Hitler hatte der Magdeburger Henning von Tres...

  • Gedenken an den 22. Juli 1944. Beim Anschlag auf Hitler hatte der Magdeburger Henning von Tresckow eine maßgebliche Rolle gespielt. Im Bild: Prädikant Stephen Gerhard Stehli. Foto: Martin Rieß

    Gedenken an den 22. Juli 1944. Beim Anschlag auf Hitler hatte der Magdeburger Henning von Tres...

  • Gedenken an den 22. Juli 1944. Beim Anschlag auf Hitler hatte der Magdeburger Henning von Tresckow eine maßgebliche Rolle gespielt. Foto: Martin Rieß

    Gedenken an den 22. Juli 1944. Beim Anschlag auf Hitler hatte der Magdeburger Henning von Tres...

  • Gedenken an den 22. Juli 1944. Beim Anschlag auf Hitler hatte der Magdeburger Henning von Tresckow eine maßgebliche Rolle gespielt. Foto: Martin Rieß

    Gedenken an den 22. Juli 1944. Beim Anschlag auf Hitler hatte der Magdeburger Henning von Tres...

  • Gedenken an den 22. Juli 1944. Beim Anschlag auf Hitler hatte der Magdeburger Henning von Tresckow eine maßgebliche Rolle gespielt. Foto: Martin Rieß

    Gedenken an den 22. Juli 1944. Beim Anschlag auf Hitler hatte der Magdeburger Henning von Tres...

  • Gedenken an den 22. Juli 1944. Beim Anschlag auf Hitler hatte der Magdeburger Henning von Tresckow eine maßgebliche Rolle gespielt. Foto: Martin Rieß

    Gedenken an den 22. Juli 1944. Beim Anschlag auf Hitler hatte der Magdeburger Henning von Tres...

  • Gedenken an den 22. Juli 1944. Beim Anschlag auf Hitler hatte der Magdeburger Henning von Tresckow eine maßgebliche Rolle gespielt. Im Bild: Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Horst Möller. Foto: Martin Rieß

    Gedenken an den 22. Juli 1944. Beim Anschlag auf Hitler hatte der Magdeburger Henning von Tres...