Magdeburg l Die Erschließung des Südens der Stadt mit dem Glasfasernetz schreitet weiter voran. Die ersten Anschlüsse werden nun genutzt. Bis Ende des Jahres soll der Ausbau in den beiden Stadtteilen Sudenburg und Ottersleben abgeschlossen sein. Für eine noch bessere Versorgung hat das Unternehmen u.a. etwa 110 Kilometer Glasfaserleitungen neu verlegt und 120 Schaltverteiler installiert, die mit der Glasfasertechnik ausgestattet sind. Die Telekom übernimmt die Kosten komplett selbst.

Die Arbeit des Anbieters für Kommunikationstechnik bezieht sich auch auf die Überzeugung von Immobilieneigentümern. Wie die Volksstimme berichtete, ist ihr Einverständnis nötig, dass Netzarbeiten bis an das jeweilige Haus vorgenommen werden können. "Wir wollen auch die restlichen Hauseigentümer überzeugen, uns ihre Zustimmung zum Glasfaserausbau zu erteilen. Denn die bisherige Technik wird in absehbarer Zeit stillgelegt und steht dann nicht mehr zur Verfügung", so sagt Uwe Klawitter, Projektleiter der Telekom in Magdeburg. Heißt im Klartext: Hauseigentümer, die keine Zustimmung erteilen, werden dann nicht über eine Telekommunikationsinfrastruktur der Telekom in der Immobilie verfügen. Dazu soll abermals das Gespräch gesucht werden, kündigt das Unternehmen an.

Beim Glasfasernetz spricht man von "Fiber to the home" (FTTH), Glasfaser bis in die Wohnung: Beim Ausbau des Glasfasernetzes wird die Leitung bis in die Wohnung des Kunden oder das Haus gelegt und für die Versorgung mit Telefon, Internet und Fernsehen vorbereitet. Die Signale werden optisch übertragen, Geschwindigkeiten von bis zu 200 Megabit pro Sekunde sollen zunächst erreicht werden. Kein anderer Anschluss sei schneller, so das Unternehmen.

Für den Ausbau in der Stadt nutzt die Telekom bereits vorhandene Leitungswege und Schächte sowie Lehrrohre und Sammelkanäle. Tiefbauarbeiten würden nur dort vorgenommen, wo sie unbedingt notwendig seien. Einheimische Firmen werden mit der Ausführung der Arbeiten beauftragt. Das Glasfasernetz bietet nach Telekom-Angaben nicht nur Vorteile für die Internetnutzung: Auch das Telefonieren sei in einer höheren Qualität möglich. Es kann zudem für zukünftige Dienste wie Telemedizin und die elektronische Übermittlung des Stromverbrauchs, sogenanntes Smart Metering, genutzt werden. Praktischer Nutzen für das Unternehmen: Glasfasern gelten als widerstandsfähig gegen Störungen. Außerdem altern sie nicht.

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