Magdeburg l Eine Neue Cracauer Straße schlängelt sich künftig durch den Norden Cracaus. So zumindest sehen es die Vorschläge vor, die die Stadtverwaltung jetzt in der Dienstsitzung des Oberbürgermeisters vorgelegt hat. Die neue Hauptstraße soll kurz vor der Straße Am Cracauer Tor nach Nordosten von der Cracauer Straße abschwenken und den Verkehr zur ebenfalls neuen Hauptstraße, die in der Planung den ebenfalls vorläufigen Namen Neue Brückstraße trägt, leiten.

Die Autoren des städtebaulichen Entwurfs sprechen von einer Torsituation, die an dem neuen Brückenkopf entsteht. Markiert werden soll diese durch eine straßenbegleitende Bebauung mit vier bis fünf Etagen, die sich entlang der neuen Hauptstraßen mit den verlegten Straßenbahntrassen entlangzieht. In Richtung Osten sehen die Stadtplaner nur noch dreigeschossige Gebäude, um den Zentrumscharakter am Brückenkopf zu betonen. Dort befinden sich als eine Art Gesicht drei Punktbauten zur Alten Elbe hin.

Zwar sind auch Überlegungen zur Bebauung des Bereichs südlich des Sozialzentrums Mutter Teresa angestellt worden - als Bestandsbau in Grafik grau gekennzeichnet in der Bildmitte direkt neben dem Schriftzug Am Cracauer Tor. Eine tatsächliche Umsetzung der Bebauung in diesem Bereich sei allerdings im Moment nicht vorgesehen, heißt es in der Erläuterung zu dem Vorschlag.

Um das Viertel städtebaulich aufzuwerten, sollen Handel und Wandel samt Supermarkt als Anziehungspunkte wirken. Die für den Fußgänger- und Fahrradverkehr vorgesehenen Bereiche könnten zur Steigerung der sogenannten Aufenthaltsqualität beitragen. Und auch ein Gastronomiebetrieb in einem Flachbau wäre an dieser Stelle gut denkbar, heißt es in der Vorlage für den Stadtrat.

Und unabhängig vom Brückenbau - so wie bisher geht\'s nicht mehr weiter. Die Einmündung der Turmschanzenstraße entspricht keineswegs mehr den Anforderungen an den heutigen Verkehr. Vor geraumer Zeit hatte die Stadtverwaltung schon die Autofahrer aus Richtung Cracau dazu angehalten, bei der Fahrt in Richtung Innenstadt doch bitteschön die Friedrich-Ebert-Straße zu nutzen. Doch das ist ein Umweg mit einigen Extraampeln, die sich der ortskundige Verkehrsteilnehmer gern einmal für die anderen aufspart. Und dann in einem günstigen Moment an der sichtlich unübersichtlichen Kreuzung kurz vor der Anna-Ebert-Brücke auf die Hauptstraße schnipst.