Magdeburg l Im Magdeburger Westen treibt wieder ein Feuerteufel sein Unwesen. In weniger als einer Woche loderten zwanzig Container. In allen Fällen handelte es sich vermutlich um Brandstiftung. Ob die Taten zusammenhängen, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden. Nun bittet die Polizei die Bevölkerung um Mithilfe.

Das erste Mal wurde in der Nacht zum Dienstag gezündelt. Da brannten zwischen 2.10 Uhr bis 3.30 Uhr in Magdeburg an insgesamt sieben Stellen insgesamt vierzehn Abfallcontainer. Wie die Polizei berichtete, wurden blaue und gelbe Tonnen sowie zwei Biocontainer abgebrannt. Die Container wurden durch das Feuer zum Teil zerstört. Brandorte waren die Johannes-Göderitz-Straße, Hans-Grade-Straße, Bruno-Taut-Ring, Bruno-Beye-Ring, St.-Josef-Straße und der Olvenstedter Scheid/Höhe Sparkasse (siehe Grafik).

Dann loderten die Flammen in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag erneut an mehreren Stellen. Wertstoffcontainer gingen an der Johannes-Göderitz-Straße, an der Olvenstedter Chaussee und am Lorenzweg in Flammen auf. Am Lorenzweg wurden durch die Brandstiftung auch zwei Baustellen-Container in Mitleidenschaft gezogen und beschädigt.

Verwertbare Spuren konnte die Polizei bisher an keinem der Tatorte finden. Ein Problem sei, dass durch das Feuer alle verwertbaren Spuren meist zerstört werden, sagte Polizeisprecherin Beatrix Mertens der Volksstimme. Zudem gebe es selten Zeugen. Daher bittet die Polizei jetzt die Bevölkerung in besagtem Gebiet die Augen offen zu halten und Hinweise zu den Bränden unter der Telefonnummer 546 17 40 zu melden.

Wie schwierig es sein kann, einen Feuerteufel zu erwischen, werden die Bewohner eines Mehrfamilienhauses am Gerstengrund wissen. Dort terrorisierte ein Brandstifter mehr als ein Jahr (Volksstimme berichtete) die Menschen und wurde trotz Belohnung bis heute nicht gefasst. Das Wohnhaus ist nur wenige Hundert Meter von der Olvenstedter Chaussee entfernt, wo jüngst die Container-Brandserie startete.

Bilder