Wer einmal ein Otto war, der bleibt es oft - mit Leib und Seele, auch wenn er seiner Heimatstadt für eine gewisse Zeit den Rücken kehrt. In der neuen Serie von Volksstimme und Stadtmarketingverein Pro M erzählen Magdeburger, warum sie zurückgekommen sind. Heute: Hotelfachfrau Sandra Fischer.

Magdeburg (kt) l "Der Elbauenpark, der Breite Weg und die Elbpromenade", zählt Sandra Fischer ihre Lieblingsorte in Magdeburg auf. Die Hotelfachfrau kennt die schönen Ecken der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt und erklärt den Gästen des Ratswaage-Hotels nur allzu gerne, wie sie dorthin gelangen können. Sie lebt gerne hier und das merkt jeder, der mit ihr spricht. Die wenige Freizeit, die sie im stressigen Hotelalltag hat, verbringt Sandra Fischer am liebsten mit Freunden und ihrer Familie.

Als Rückkehrerin schätzt sie die Ottostadt Magdeburg heute mehr denn je. "Es gibt hier jede Menge Möglichkeiten für junge Leute. Man kann im Elbauenpark klettern gehen, die verschiedenen Bars in der City ausprobieren oder in den zahlreichen Parks entspannen. Alles ist gut zu Fuß erreichbar und das Schönste ist, dass man immer Leute trifft, die man kennt. In Hannover ist alles so groß und anonym", berichtet die 28-Jährige von ihren Erfahrungen.

Vor sechs Jahren beendete sie ihre Berufsausbildung als Hotelfachfrau und zog für eine Anstellung in die niedersächsische Landeshauptstadt.

"Es war schwer, dort Bekanntschaften zu machen, geschweige denn Freunde zu finden." Bei der Arbeit fühlte sie sich wohl, doch das Heimweh überwog. "Viereinhalb Jahre arbeitete ich in einem Viersternehotel an der Rezeption, wechselte aber dann das Gästehaus", erinnert sich Sandra Fischer. Die Gelegenheit war günstig, denn es bot sich ihr die Möglichkeit heimzukehren. Das Ratswaage Hotel Magdeburg suchte Verstärkung. "Ich hätte in Hannover bleiben können, mit guten Job-Chancen, aber es war nicht meine Heimat."

Zurück in Magdeburg traute die junge Frau ihren Augen kaum, ihr erster Gedanke war: "Magdeburg wird ja immer schöner." Dass die Stadt künftig noch attraktiver wird, davon ist Sandra Fischer überzeugt. Ihr gefällt die Idee, dass Magdeburg 2025 europäische Kulturhauptstadt werden könnte. "Die Stadt ist zwar klein im Vergleich zu anderen, doch kulturell gibt es auf diesem Raum jede Menge zu erleben." Die junge Frau verrät: "Viele Hotelgäste sind wirklich überrascht von Magdeburg. Sie sagen, die Stadt hat mehr zu bieten als sie anfangs dachten." Für Sandra Fischer ist Magdeburg ihre Wohlfühlstadt. "Es ist ein gutes Gefühl, wieder hier zu sein. Meine Eltern sind in der Nähe und das ist gut, um irgendwann mal eine Familie zu gründen", sagt sie schmunzelnd.

Am Mittwoch: Korbmachermeister Knut Röhrich

Alle Porträts unter www.stadtmarketing-magdeburg.de im Internet