Magdeburg l Der Poker um eine neue Spielbank in Magdeburg geht in die heiße Phase. Nach Informationen der Volksstimme sollen zwei Standorte in der engeren Auswahl sein. Eine Immobilie liegt in einem Gewerbegebiet am Pfahlberg neben der Autobahn, die andere zwischen Dom und Hasselbachplatz am Breiten Weg. Für beide Standorte soll es bereits positive Bauvorbescheide geben.

Bei der Innenstadtvariante handelt es sich um das Erdgeschoss der Kepler-Passage. Das Haus steht unter Denkmalschutz. Für eine Umnutzung der Gewerberäume in eine Spielbank soll das Bauordnungsamt nach Informationen der Volksstimme unter Vorbehalt bereits grünes Licht gegeben haben. Stadtsprecher Tino Netzel bestätigte das auf Anfrage.

So sollen etwa die Bedingungen der Behörde vorsehen, dass sich der Bau nach der Umnutzung in die "Eigenart" der näheren Umgebung einfügen muss. Da diese bereits aus Gaststätten und Bars besteht, sieht das Amt keine Mehrbelastung etwa durch Lärm oder Publikumsverkehr.

Nach dreijähriger Pause hatte Sachsen-Anhalt europaweit Glücksspielkonzessionen ausgeschrieben. Den Zuschlag bekam das zur Gauselmann-Gruppe gehörende Unternehmen Merkur Spielbanken. Ein Unternehmenssprecher bestätigte der Volksstimme, dass in den kommenden Tagen eine Entscheidung fallen soll. Zu konkreten Standorten wolle man sich aber nicht äußern, so der Sprecher weiter.

Während die Eröffnung der Spielbank in Günthersdorf/Leuna noch in diesem Jahr passieren soll (siehe Infokasten), gibt es um den Standort in Magdeburg seit Wochen Rätselraten. Zwischenzeitlich, so berichten Insider, soll auch Schönebeck als möglicher Standort im Gespräch gewesen sein.

Auch im Innenministerium Sachsen-Anhalt ist man über die Standortverhandlungen informiert. "Ob die Standortsuche in Magdeburg jedoch abschließend erfolgreich war, ist hier derzeit nicht bekannt", sagte Sprecher Stefan Brodtrück.