Magdeburg l In der Nacht zum 28. Mai war der "Imbiss im Feld" kurz nach 3 Uhr morgens in Flammen aufgegangen. Die Feuerwehr rückte mit einem größeren Aufgebot an und musste mit Flüssiggasflaschen für Kühlung sorgen, um eine Explosion zu verhindern. Die Einsatzkräfte konnten außerdem verhindern, dass die Flammen auf den benachbarten Kiosk übergreifen. Dieser blieb unversehrt.

Inzwischen ist der abgebrannte Imbiss ein Zankapfel im "Feld". Seit Wochen steht die Brandruine unverändert im Stadtteilzentrum, war bislang frei zugänglich. Deshalb schritt die Stadtverwaltung inzwischen ein. "Das Bauordnungsamt steht im Kontakt mit dem Kioskeigentümer. Weil er seiner Verkehrssicherungspflicht bisher aber leider nicht nachgekommen ist, hat das Bauordnungsamt den Kiosk mit einem Bauzaun sichern lassen", so Stadtsprecher Michael Reif auf Anfrage der Volksstimme. Dies sei aus Sicherheitsgründen notwendig geworden. Die Kosten will die Stadt dem Eigentümer in Rechnung stellen. Unklar ist bislang, ob und wann der Kiosk abgerissen werden soll.

Der Brand war nach Angaben der Feuerwehr in der Küche des Kiosks ausgebrochen. Die Polizei ging davon aus, dass der Brand "mit hoher Wahrscheinlichkeit gelegt wurde, um einen zuvor begangenen Einbruch zu verschleiern". Der Brand weckte unschöne Erinnerungen. Unweit war auf dem Hermann-Bruse-Platz vor einigen Jahren der Kiosk der stadtbekannten Verkäuferin Karin Arndt abgebrannt.

Nach dem neuerlichen Brand auf dem Bruseplatz war außerdem im vergangenen Monat ein Asia-Imbiss weiter im Norden an der Salvador-Allende-Straße (Stadtteil Neustädter See) abgebrannt. Dort hatten die Flammen von einem in Brand gesetzten Müllcontainer auf den Kiosk vor dem Schulkomplex übergegriffen. Auch dieser abgebrannte Kiosk steht bislang unverändert auf dem Platz vor der Integrierten Gesamtschule.