Magdeburg l Von Abfällen auf Haus- und Sondermülldeponien dürfen für Mensch und Umwelt keine Gefahren ausgehen. Und zwar auf lange Frist. Im vergangenen Jahr sind die gesetzlichen Anforderungen dazu noch einmal verschärft worden. Seit mehr als einem Jahr heißt es zudem in der Deponieverordnung, dass Deponiestandorte allein von dafür zertifizierten und zugelassenen Prüflaboren auf ihre Sicherheit kontrolliert werden dürfen. Eine solche Pflicht zur Akkreditierung gab es bislang nicht.

Ein wichtiger Mitspieler im Geschäft mit der Analyse ist die Magdeburger Öhmi Analytik GmbH, ein Unternehmen der Öhmi AG Magdeburg, mit Sitz im ostelbischen Stadtteil Brückfeld. Diese hat inzwischen die staatliche Erlaubnis als einer der ersten Laborbetriebe in der Region erworben, heißt es aus dem Unternehmen. Dazu mussten die Magdeburger zum einen nachweisen, dass sie sowohl für die Entnahme als auch für die Analyse von Proben qualifiziert sind. Zum anderen mussten sie belegen, dass sie die nach Deponieverordnung gesetzlich geforderten Untersuchungsmethoden anwenden.

"Die Öhmi Analytik besitzt damit ein weiteres Alleinstellungsmerkmal", sagte Carsten Transfeld, Vorstandsvorsitzender der Unternehmensgruppe. "Mit dieser Akkreditierung und der Kontrollerlaubnis für Entsorgungswirtschaft und Deponiebetreiber stehen wir mit unserem Namen Öhmi dafür, dass die von uns kontrollierten Einrichtungen sicher sind."

Sylvia Busch, Geschäftsführerin der Öhmi Analytik, berichtet, dass von ihren 50 Mitarbeitern etwa 20 auf den Bereich Umweltanalytik spezialisiert sind. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen in Vorbereitung der Reakkreditierung 250 000 Euro in neue Laborgeräte investiert. Die Öhmi-Mitarbeiter untersuchen Abfallproben der Entsorger sowie Boden- und Grundwasserproben aus den Messstellen der Deponiebetreiber. Dabei geht es um den Schadstoffgehalt - gemessen werden etwa 25 Parameter. Öhmi Analytik hat im Bereich Umweltanalytik etwa 20 Großkunden aus der Entsorgungsbranche in Mitteldeutschland und Niedersachsen.

Die immer engmaschigere Überwachung im Umweltbereich ist richtig, so Carsten Transfeld, "und auch gut für den Steuerzahler, der ansonsten bei Verstößen letztlich mit für die Gefahrenbeseitigung aufkommen muss". Anders als beim Nachweis von belasteten Lebensmitteln wirken sich Umweltbelastungen oft erst langfristig oder nur mittelbar aus, ergänzt Geschäftsführerin Sylvia Busch. Lebensmittelkontrollen sind das klassische größte Geschäftsfeld der Öhmi Analytik, die hier auf eine über 60-jährige Erfahrung im Umgang mit sensiblen Laborergebnissen zurückgreifen kann. Ein wachsender Bereich sind insoweit Trinkwasserkontrollen auf Legionellen.