Vor 100 Jahren fand der erste weltumfassende Krieg in der Geschichte der Menschheit seinen Anfang, der unzählige Opfer forderte und ganze Landstriche verwüstete. In Alt-Olvenstedt erinnern Denkmäler an die gefallenen Söhne des ehemaligen Bördedorfes.

Alt-Olvenstedt l In der Ausgabe vom 9. August hat die Volksstimme unter der Rubrik "Heimatgeschichte" Denkmäler und Gedenksteine in Magdeburg aufgelistet, die an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges erinnern. Auch im ehemaligen Bördedorf Alt-Olvenstedt gibt es diese Zeitzeugen, verweist Ortschronist Wolfgang Möller: "Am Freiheitsplatz steht ein Denkmal aus dem Jahre 1936, wo das Dorf Olvenstedt einst der 160 im Ersten Weltkrieg gefallenen Olvenstedter gedachte." An beiden Säulen befinden sich die Inschriften "Alles für das Vaterland" sowie "160 Söhne von Olvenstedt gaben ihr Leben". Möller: "Die Namen der 160 Gefallenen befinden sich in einer Kassette im Fundament des Denkmals." Das Denkmal ist einst vom Olvenstedter Baumeister Ewald Schulze errichtet worden.

Bereits 1923 sei in der Sankt-Laurentius-Kirche der Kirchenraum durch Ortspfarrer Mühe in eine Gedächtnishalle umgestaltet worden. Die Namen der gefallenen Olvenstedter seien an der Empore verewigt worden, so der Ortschronist. Die Kirche ist am 16. Januar 1945 beim Bombenangriff auf Magdeburg im Zweiten Weltkrieg stark zerstört worden und brannte aus. Erst Jahre später kam es zu einem Neuaufbau.

"Auch Sportler aus Olvenstedt mussten im Ersten Weltkrieg ihr Leben lassen", so Möller weiter. Etwa vom Schwimmverein "Germania Olvenstedt", dessen Domizil das Schwimmbad "Bernsdorfs Bruch" (gelegen rechtsseitig am Ortsausgang in Richtung Ebendorf) war. Die Sportler gehörten zur Wasserballmannschaft des Vereins. "In Erinnerung an sie hatte man einen Gedenkstein beim Schwimmbad gesetzt. Dieser Stein ist heute nicht mehr auffindbar", erklärt der Alt-Olvenstedter. Vermutlich sei er beim Verfüllen der Badeanstalt in den 1970er Jahren mit zugeschüttet worden. Die Gruppe der Ortschronisten aus Alt-Olvenstedt verfügt noch über ein Foto als Dokument. Sie haben den Text dazu lesbar gemacht: "Zu Ehren ihrem Andenken 1914-1918: Wilhelm Meinecke, Albert Modde, Albert Peters, Hermann Träger, Albert Drevenstedt, Karl Thiele, Paul Rosenplänter. Ehre ihrem Andenken."

 

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