Magdeburg l "Wir wollen ja keine Öko-Hütte werden. Aber da wo es sinnvoll ist, wollen wir schon etwas tun", erklärt Geschäftsführer Thorsten Giefers den Schritt zur Solaranlage. Seit einigen Wochen sind 94 Solarmodule auf dem Dach des Familienhauses im Park installiert und liefern Strom für das Haus.

60 Prozent werden für den Eigenverbrauch gebraucht, der Rest fließt ins öffentliche Netz. "So hat theoretisch jeder mit Öko-Strom ein wenig Familienhaus-Strom in der Steckdose", meint Giefers. Weil das Haus durch ein Café und regelmäßige Veranstaltungen immer mehr Strom verbrauchte, überlegte man, was man tun könnte.

Alexander Kraatz von der Magdeburger Firma "eab solar" prüfte die Werte, weil es keine Beschattung gab, waren die vielversprechend. Knapp 50.000 Euro investierte deshalb das Familienhaus, in zehn Jahren will man das wieder rausgeholt haben. "Wir wollen auch zeigen, was jeder tun kann", meint Giefers. Komplett autark versorgen könne man sich aber noch nicht, dazu fehlen momentan noch die passenden Speichermöglichkeiten. Nachts wird deshalb der "normale" Strom genutzt.

Außerdem ergänzt die neue Anlage das bestehende Versorgungskonzept. So gibt es bereits ein Blockheizkraftwerk und eine Regenwasseraufbereitung. "Alle Toiletten werden damit gespült", sagt Thorsten Giefers.