Magdeburg-Buckau l Um 19.27 Uhr konnten Follower des Musikers Clueso am Montag auf Facebook lesen: "Tim und ich geben ein kleines gemütliches Spontankonzert in der Kunstkantine in Magdeburg . Wenn voll ist, ist voll. Freuen uns! Bis gleich!" Und die Fans des Musikers kamen. Schon eine Stunde später wurden die Parkplätze an der Diskothek in Magdeburg-Buckau knapp. Im Außenbereich, der von den Betreibern liebevoll "Datsche" genannt wird, füllten sich die Liegestühle, die "Börjer-Brater" hatten alle Hände voll zu tun. Bis zum Konzertbeginn gegen 21.30 Uhr konnten rund 1000 Gäste die Wohnzimmer-Atmosphäre des liebevoll eingerichteten Biergartens genießen. "Eine genaue Zahl können wir allerdings nicht nennen, da der Eintritt frei war", sagte Betreiber Friethjof Virkus.

Was er allerdings sagen kann, ist, dass die Stimmung in der liebevoll eingerichteten Laube gut war. Clueso, der mit dem Konzert sein neues Album "Stadtrandlichter" bewerben möchte, zeigte sich überrascht von der hohen Besucherzahl an einem Montagabend. Er wolle kein perfektes Set präsentieren, sagte er. Die Reihenfolge der Stücke sei zufällig und den Menschen geschuldet. So rappte er zwischenzeitlich Freestyle und verlor nie den Bezug zum Publikum. Den Satz "Das ist für dich, Magdeburg", quittierten die Menschen mit Applaus. Clueso präsentierte alte und neue Songs. Die charismatische Art des Sängers aus Erfurt und seine unverwechselbare Stimme taten ihr übriges, um den Abend für die Besucher des Spontankonzertes zu einem besonderen Erlebnis zu machen.

Enstanden war die Idee erst kurz zuvor. "Der Manager war auf der Suche nach einer Location in Magdeburg. Bekannte haben uns dann empfohlen", sagt Friethjof Virkus. Die Anfrage habe ihn überrascht, aber: "Für sowas haben wir die Datsche ja gebaut."

Der Antrieb, den die beiden Betreiber Friethjof Virkus und Christian Goral haben, ist, die Menschen zufriedenzustellen. "Das ist einfach schön für Magdeburg und es war doch herrlich heute", so Virkus. Seine Hoffnung: Dass das Spontankonzert mit Clueso kein böses Nachspiel haben wird. "Die Nachbarn sind uns nicht immer so wohlgesonnen", sagt der Diskotheken-Betreiber.

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