Magdeburg (ad) l Nicht nur die Landesbereitschaftspolizei hat am vergangenen Wochenende einen Blick hinter die Kulissen gewährt (siehe Text oben), sondern auch die Magdeburger Hochschulmediziner. Anlass war der 60. Geburtstag dieses Universitätsteils. Aus der am 7. September 1954 gegründeten Medizinischen Akademie Magdeburg ist mit Gründung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) im Jahre 1993 die Medizinische Fakultät hervorgegangen. Seitdem hat sich Magdeburg als deutschlandweit anerkannter Standort der Hochschulmedizin etabliert.

Ein Teil dieser Erfolgsgeschichte ist etwa das Institut für Kognitive Neurologie und Demenzforschung. Hier untersuchen junge Forscher mit unterschiedlichsten Tests neuodegenerative Krankheiten. Die bekanntesten Erscheinungsformen sind dabei Alzheimer und Parkinson.

Ein wichtiges Themenfeld ist die Diagnostik. Beim Blick hinter die Kulissen zeigten eine Reihe junger Wissenschaftler interessante Tests, welche die Besucher auch selbst durchführen konnten.

So wurde in einem Raum beim sogenannten "Bucket Test" (Behälter-Test) die Merkfähigkeit der Besucher geprüft. Was wie einfaches Hütchenspiel aussieht, hat einen tieferen Sinn. Unter einem farbigen Becher wird ein Gegenstand versteckt. Der Proband muss sich die Position einprägen. Dann muss die Testperson die Augen schließen. In der Zwischenzeit wird der farbige Becher gegen einen schwarzen ausgetauscht und um beliebig viele schwarze Behälter ergänzt. Dieser Test wird mit gesunden und erkrankten Patienten durchgeführt.

In einem weiteren Labor wird auf einer großen Videoleinwand die Orientierungsfähigkeit getestet, in einem anderen Raum ("Figure 8") werden auf einem kleinen Hindernisparcours mit Sensoren und Kameras Motorik und Gedächtnisleistung untersucht. Alle Tests haben ein gemeinsames Ziel: Es sollen so viele Daten wie möglich gesammelt werden, um die Behandlung von neurodegenerativen Krankheiten zu verbessern.

Für weitere Informationen für die kognitive Neurologie und Demenzforschung: www.iknd.ovgu.de

 

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