Magdeburg l Über Jahre zieht sich das fast schon ungleiche Duell zwischen den Tieren und dem Sportverein hin. Versuche seitens der Stadt, die Maulwürfe zu vertreiben, scheiterten allesamt. Der Platz bleibt übersät mit Hügeln. Hinterlassenschaften auch in Form von Löchern auf dem Rasenplatz sind weitere Begleiterscheinungen, die das Bespielen erschweren und für Verletzungsgefahr sorgen.

Wie die Volksstimme in der Sonnabend-Ausgabe berichtet hat, blieb eine Ausschreibung der Stadt für eine Sanierung des Platzes erfolglos. "Das ist sehr ärgerlich, da wir nach der Ankündigung im Sommer große Hoffnungen hatten, auf einem neuen Platz in die neue Saison zu starten", so Eberhard Piehler, Präsident des SV Beyendorf. Nun müsse man weiter mit den gegebenen Verhältnissen klarkommen. "Es fällt aber immer schwerer, dies unseren Spielern zu vermitteln", so Piehler. In der Sommerpause hätten sich Neuzugänge der ersten Mannschaft und Nachwuchsspieler "auch deshalb für uns entschieden, weil der Rasenplatz saniert werden sollte".

Bei der Terminbörse vor Saisonstart haben Mannschaften Bedenken geäußert, aufgrund der Verletzungsgefahr auf dem Sportplatz an der Straße "Am Anker" aufzulaufen, so Nachwuchstrainer Ingo Löhr. Bislang ist noch kein Spiel ausgefallen, sowohl die 1. Herrenmannschaft als auch die B-Jugend haben ihre Heimspiele am Wochenende bestritten. "Wir hoffen, dass die Neuausschreibung im kommenden Jahr erfolgreicher verlaufen wird, sonst geht bei uns das Licht aus", so Eberhard Piehler.

Apropos: Neben dem Rasenproblem treibt den Verein auch die Frage um, wie lange noch auf dem Platz trainiert werden kann. Angesichts einer in die Jahre gekommenen und auch außer Betrieb gesetzten Beleuchtung "können wir noch drei Wochen auf dem Platz trainieren lassen. Für die Trainingszeiten der Herrenmannschaft etwa reichen die Lichtverhältnisse dann nicht mehr aus." Bereits im vergangenen Herbst wich der Verein zum Westerhüser Sportplatz "Am Tonschacht" aus. Dieser werde von weiteren Fußballvereinen sowie für andere Sportarten genutzt, verwies Piehler. Außerdem seien die in den 1960er Jahren errichteten Umkleide- und Sanitäreinrichtungen "nicht einladend". Übrigens: Im Juli entschied die Stadt, einen Ersatzbau im Jahr 2015/16 zu errichten.

Die Beyendorfer wollen das Gespräch mit der Stadt suchen. Derzeit läuft die Ausschreibung zur Sanierung der Beleuchtungsanlage. Alternativ könne die alte Technik noch einmal in Gang gesetzt werden, so der Präsident: "Auf dem Platz wird täglich trainiert. Wir wollen einen Trainingsausfall unbedingt vermeiden. Gleiches gilt für den Ausweich auf ein anderes Sportgelände, was meist mit einem längeren Weg für Spieler und Trainer verbunden ist."

Gestern ist der Platz wie jede Woche von der Stadt gepflegt worden. Auffällig sind die kahlen Vertiefungen, die den Platz übersäen.