Magdeburg l Jetzt auch noch das: Nachdem bereits mehrfach die Meldung die Runde gemacht hat, dass die Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) ein Personalproblem haben und sich die Beschwerden von Fahrgästen über den Ausfall von Bussen und Bahnen in der Landeshauptstadt häufen, dünnt das kommunale Verkehrsunternehmen am Sonnabend, 20. September, sein Angebot merklich aus.

Wie die MVB am Donnerstag mitgeteilt haben, rollen die Fahrzeuge des Unternehmens an diesem Tag aufgrund der Personalnot nach dem sonst nur für Sonn- und Feiertage gültigen Fahrplan. Dieser hängt an den Haltestellen aus und kann auch im Internet unter www.mvbnet.de eingesehen werden. Außerdem ist diesen Sonnabend von 12 bis 17 Uhr die kostenlose Service-Hotline 0800/548-1245 für Fragen zum Fahrplan erreichbar. Ob die INSA-Fahrplanauskunft und die elektronischen Anzeigen mit den geänderten Fahrten ausgestattet werden können, war am Donnerstag noch nicht bekannt – die Systeme liegen teilweise nicht im Einflussbereich der MVB.

Sonn- und Feiertagsfahrplan bedeutet im Einzelnen, dass der normale Tagesverkehr erst nach dem letzten Treffen der Nachtbahnen und -busse zum Anschluss am Damaschkeplatz um 9 Uhr einsetzt. Bis auf die Linie 8 fahren die Straßenbahnlinien – aber nicht wie sonnabends gewohnt, sondern bis 21 Uhr nur im 20-Minuten-Takt. Weniger Fahrten gibt es auch auf den Buslinien.

Wie es in einer Mitteilung der Verkehrsbetrieb heißt, handelt es sich um eine vorrübergehende Maßnahme, um "einen verlässlichen Betrieb ohne Ausfälle anbieten und gewährleisten zu können".

Der Krankenstand im Unternehmen sei derzeit doppelt so hoch, wie üblich, so die Verkehrsbetriebe. Es werden bereits innerbetriebliche Aushilfsfahrer eingesetzt, um Fahrtausfälle so weit wie möglich zu vermeiden. Auch Studenten werden eingesetzt. "Wir bitten unsere Fahrgäste um Verständnis, wenn es zu Unregelmäßigkeiten und Ausfällen im Betriebsablauf kommt. Wir hoffen, dass die Krankheitswelle in den nächsten Tagen wieder abflaut und wir wieder einen normalen, planmäßigen Verkehr anbieten können", sagt Birgit Münster-Rendel, Geschäftsführerin der MVB.

Noch vor wenigen Wochen hatten die MVB vermeldet, dank der Neueinstellung von Fahrern alle Personalstellen besetzt zu haben und auch den Krankenstand spürbar gesenkt zu haben.