Die neue Pfarrerin des Kirchspiels Stadtfeld-Diesdorf, Cordelia Hoenen, ist in Amt und Würden. Auch für die Nachfolge im Pfarramt des Kirchspiels West wurde eine Lösung gefunden: Reinhard Simon wird im November offiziell eingeführt.

Stadtfeld-West/Diesdorf/Stadtfeld-Ost l Gleich mehrere Stadtfelder Gemeinden dürfen sich in diesen Tagen über neue Gesichter am Altar freuen. Bereits ihren Dienst als Gemeindepfarrerin angetreten hat Cordelia Hoenen. Sie leitet seit diesem Monat im wöchentlichen Wechsel die Gottesdienste in der Markusgemeinde in Stadtfeld-West sowie der Diesdorfer St.-Eustachius-und-Agathe-Gemeinde. Am vergangenen Wochenende wurde sie mit einem Gottesdienst und Gemeindefest offiziell eingeführt und von den Gemeindemitgliedern begrüßt. Als neue Pfarrerin tritt sie die Nachfolge von Sebastian Neuß an, der Ende 2013 als Superintendent nach Jena gewechselt war.

Cordelia Hoenen stammt aus Berlin und ist dort mit zwei Schwestern aufgewachsen. Nach dem Schulbesuch und einigen Zwischenstationen hat sie ihr Theologie-Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin begonnen. Dort lernte sie auch ihren Mann Stephan Hoenen kennen, der im April dieses Jahres als Superintendent nach Magdeburg berufen wurde.

Das Pfarrerehepaar hat drei Kinder, von denen die jüngste Tochter mit an die Elbe umgezogen ist. Zuletzt war das Ehepaar Hoenen 14 Jahre in der Mariengemeinde in Salzwedel tätig. Neben dem Pfarrdienst engagierte sich Cordelia Hoenen dort im Vorstand des Diakonischen Werks Altmark West.

Als die Volksstimme sie gestern am Handy erwischt, ist sie gerade auf dem Weg in die Kita "St. Martin", um das Erntedankfest vorzubereiten. Auch einen Seniorenausflug nach Nedlitz und Gommern hat sie bereits mitgemacht, erzählt sie, außerdem zwei Taufen durchgeführt und den Konfirmandenunterricht geleitet.

Das unterstreicht, wie wichtig es ihr ist, in direkten Kontakt mit den unterschiedlichsten Generationen zu kommen. "Der Glaube ist das, was uns verbindet. Die Gemeinde soll möglichst vielen Menschen ein Zuhause bieten", erklärt sie ihr Anliegen.

Einen Nachfolger für den im Juli in den Ruhestand getretenen Pfarrer Michael Bartels hat mittlerweile auch das Kirchspiel West, zu dem die evangelischen Gemeinden St. Laurentius, Matthäus und Paulus gehören, gefunden. Dort wird Reinhard Simon im November die vakante Stelle übernehmen und seinen Dienst in den Gemeinden des Kirchspiels antreten. Die öffentliche Einführung wird am 16. November um 16 Uhr im Rahmen eines Gottesdienstes in der Pauluskirche stattfinden.

Reinhard Simon ist 52 Jahre alt und war zuletzt langjähriger Gemeindepfarrer im Kirchspiel Genthin. Er wird mit seiner Frau nach Magdeburg ziehen und die Pfarrwohnung in der Paulusgemeinde bewohnen.

Im aktuellen Gemeindebrief stellt er sich den Mitgliedern bereits vor. Aufgewachsen in der Altmark, hat er seine Schulzeit in Potsdam abgeschlossen und ging anschließend zum Studium nach Berlin. Nach praktischer Ausbildung und einiger Forschungsarbeit zog es ihn nach eigener Aussage "in die Gemeinde". "22 Dienstjahre in Arendsee und Genthin liegen hinter mir, 14 weitere - so Gott will - vor mir, nun in Magdeburg", erklärt er. Neben vielseitiger Gemeindearbeit interessiere ihn das Gemeinsame der Kirchen in der Ökumene, die biblische Theologie und das Gespräch über Zukunftsfragen der Gesellschaft.