Magdeburg (cb) l Nach zweijähriger Pause ist gestern das Also-Projekt wieder ins Leben gerufen worden. Vertreter der beteiligten Institutionen unterzeichneten im Rathaus eine entsprechende Kooperationsvereinbarung. Passend ertönte zudem um 20 Uhr der Anpfiff für das erste Mitternachtsturnier mit sechs Mannschaften in der Sporthalle des Albert-Einstein-Gymnasiums. Der Sieger qualifizierte sich für den Landeswettbewerb.

Das Also-Projekt kehrt damit zurück in seine Geburtstadt Magdeburg. Dort in den 1990er Jahren initiiert, entwickelte es sich zu einer bundesweiten Initiative, wie Sozialbeigeordneter Hans-Werner Brüning berichtete, und zwar als Projekt, mit dem Jugendliche ohne den Zwang von Vereinsstrukturen für Sport begeistert werden sollen.

Grund für die lange Pause war, dass das Projekt nicht mehr über Kräfte aus dem zweiten und dritten Arbeitsmarkt gestemmt werden konnte. Umso mehr hoffen die Initiatoren nun, dass sich bei den Turnieren Sportbegeisterte finden, die nicht nur zu den Turnieren antreten, sondern diese auch vorbereiten, so Brüning.

In diesem Jahr finden die nun monatlichen Turniere in der Halle des Albert-Einstein-Gymnasiums statt. Langfristig wollen die Organisatoren jedoch durch die Landeshauptstadt wandern, um immer wieder neue Jugendliche zu finden, die sich in Freizeitmannschaften beteiligen wollen.

Brüning hofft, dass das Also-Projekt, über das auch Bolzplatzturniere und Selbstbehauptungskurse organisiert werden, stärker ins Bewusstsein der freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe rückt. Denn der Bedarf nach Bewegungsprojekten sei vorhanden, sagte Brüning.

Zu den beteiligten Institutionen gehören die Landeshauptstadt Magdeburg mit dem Sozialdezernat, der Stadtsportbund Magdeburg, die Jugendberatungsstelle der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord, der Jugendtreff Zone sowie das Fan-Projekt Magdeburg. Wichtig ist, dass diese Institutionen auch mit Tatkraft zur Seite stehen, damit das Also-Projekt in seiner Geburtsstadt auch langfristig Bestand hat.