Magdeburg l Gleich zweimal haben in den vergangenen beiden Nächten Räuber in der sachsen-anhaltischen Landeshauptstadt zugeschlagen. Polizeisprecherin Christin Penger berichtet: "In der vergangenen Mittwochnacht und am heutigen Donnerstagmorgen ist es in Magdeburg zu zwei Raubstraftaten mit dreister Begehungsweise gekommen."

Eine der beiden Straftaten ereignete sich demnach gegen 23 Uhr am späten Mittwochabend in der Hans-Grundig-Straße im Stadtteil Kannenstieg im Norden der Stadt. Ein 46-jähriger Magdeburger war zu Fuß auf dem Nachhausweg auf einem Schleichweg hinter einem Firmengelände unterwegs, als er ein Rascheln wahrnahm. Plötzlich habe ihm eine unbekannte männliche Person mit der Hand den Mund zugehalten und seine Hosen- und Jackentaschen durchsucht. Dabei fand der der Polizei bislang unbekannte Täter Geldbörse und Schlüsselbund des Mannes, nahm beides an sich und flüchtete anschließend. Der 46-Jährige wurde dabei nicht verletzt.

Der zweite Raub ereignete sich am Donnerstagmorgen gegen 6.20 Uhr in der Liebknechtstraße im Stadtteil Stadtfeld. Ein 20-jähriger Fußgänger aus dem Landkreis Börde war vom Bahnhof Sudenburg auf dem Weg in Richtung Schlachthofstraße, als ihm auf Höhe einer Einfahrt an der Liebknechtstraße plötzlich von hinten die Augen zugehalten und er in die Einfahrt gezogen wurde. Er wurde mit einem harten Gegenstand auf den Kopf geschlagen und von zwei unbekannten männlichen Personen zur Herausgabe seiner Habseligkeiten aufgefordert. Schließlich rissen die Täter den Rucksack des 20-Jährigen an sich, in dem sich Geldbörse, Wohnungsschlüssel, Handy und weitere persönliche Gegenstände befanden. Mitsamt dem Raubgut flüchteten die zwei Unbekannten in Richtung Beimsstraße. Verletzungen trug der Beraubte nicht davon.
Für diese Straftat liegen Personenbeschreibungen vor: Beide Täter sind deutscher Herkunft. Der eine Täter ist Anfang 20, etwa 1,80 Meter groß und schlank und trug das Haar kurz geschoren. Er war sportlich gekleidet, trug eine rote Jacke und hatte ein südländisches Erscheinungsbild, das laut Polizei auch auf den Besuch in einem Solarium zurückzuführen sein könnte. Bei dem anderen Täter handelt es sich um einen Zwölf- bis 13-Jährigen.

Die Polizei bittet Zeugen der beiden Straftaten, sich telefonisch unter der Rufnummer 0391/546-1740 zu melden.