Magdeburg l Julia Bauch gehörte am Freitag mit zu den ersten, die den Service des neuen Wertstoffmobils nutzten. Am Haltepunkt Regierungsstraße entsorgte sie alte Unterhaltungselektronik. Ab sofort geht das Wertstoffmobil zusammen mit dem Schadstoffmobil durch die Stadt auf Tour.

Ziel des neuen Angebots sei es, Wertstoffe wie Metalle und Kunststoffe aus dem Hausmüll "herauszufiltern", also gesondert zu erfassen, so Doris König, Chefin des Städtischen Abfallwirtschaftsbetriebes, gestern bei der Präsentation des Wertstoffmobils. Bis jetzt landen diese Wertstoffe im Hausmüll und werden in der Müllverbrennungsanlage entsorgt. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz sehe aber vor, dass ab Januar 2015 Wertstoffe wie Papier, Metall, Kunststoff- und Glasabfälle vom Hausmüll getrennt werden müssen. "Darauf haben wir reagiert und das Projekt gestartet", sagt Doris König. Nach drei Monaten werde man das Ergebnis auswerten, um zu sehen, ob sich diese Art der Wertstofferfassung auch tatsächlich lohne.

Papier- und Glasabfälle werden bereits gesondert eingesammelt, beim Sperrmüll werden Metall und Kunststoff vom Rest getrennt. Jetzt sind die "Kleinteile" an der Reihe. Plastikschüsseln und -eimer, Siebe, Kleiderbügel, Bratpfannen, Töpfe, Bestecke und ähnliches und Elektro-Kleingeräte sollen nicht mehr in der "grauen" Tonne landen, sondern zum Wertstoffmobil gebracht werden. Dies ist ab sofort mit dem Schadstoffmobil unterwegs. Wann und wo das hält, ist im Abfallwegweiser oder unter www.magdeburg.de/sab nachzulesen.