Magdeburg (ad/rs/jw) I Ein DNA-Test hat den Verdacht gegen einen bereits in U-Haft sitzenden 27-jährigen mutmaßlichen Vergewaltiger erhärtet. Das teilte die Polizei mit. Dem Mann wird vorgeworfen, eine 51-jährige Frau im Magdeburger Stadtteil Neu Olvenstedt in ihrer eigenen Wohnung vergewaltigt zu haben.

Die am Tatort gesicherten daktyloskopischen Spuren (Fingerabdrücke) und die Aussage eines Zeugen hatten bereits am vergangenen Donnerstag zur Festnahme des 27-Jährigen geführt. Das nun vorliegende Ergebnis der DNA-Spurenanalyse bestätigt, dass der 27-jährige Mann laut Polizei zweifelsfrei als Verursacher anzusehen ist. Nach Informationen der Volksstimme soll der Mann bislang nicht vorbestraft sein und aus Magdeburg kommen.

Der Überfall gilt als besonders perfide, da der Täter sich mitten in der Nacht Zugang zur Wohnung verschaffte und dort sein Opfer überwältigte und missbrauchte.

Es war aber nicht der erste Fall in Magdeburg. Zwischen dem Sommer 2000 und Oktober 2001 hatte z.B. der sogenannte Parterre-Täter alleinstehende Frauen stadtweit in Angst und Schrecken versetzt. Der damals 36-Jährige war in mindestens fünf Fällen ebenfalls nachts in Parterrewohnungen eingestiegen und hatte Frauen im Alter von 22 bis 51 Jahren zum Sex gezwungen. Er bedrohte seine Opfer zumeist mit einem Messer und erpresste von ihnen EC-Karten mit Geheimnummern. Damit hob er später Bargeld am Automaten ab. Erst drei Jahre später war der wegen Einbruchsdiebstählen vorbestrafte Täter den Ermittlern durch einen DNA-Vergleich ins Netz gegangen und als Vergewaltiger überführt worden. Er musste sich vor Gericht verantworten und sitzt noch hinter Gittern. Damit scheidet er diesmal als Täter aus.