Magdeburg | Im Zeichen der Literatur steht einmal mehr das Performance-Festival Olo Bianco in der Otto-Hahn-Straße 1 am Eingang zum Wissenschaftshafen: Am heutigen Sonntag geht es um Poetry Slam für alle, und die Kilographen sind auf der Bühne zu erleben.

Ab 16 Uhr gibt es zunächst einen Public Poetry Scream. Bis 18 Uhr ist die Bühne für einen offenen Mix, für eine Art literarische Speakers Corner. Jedermann und jedefrau kann hier Gedichte oder kurze Geschichten mit einer Länge von höchstens fünf Minuten vortragen. Das können eigene Arbeiten sein, aber eben auch die von Lieblingsdichtern. Geboten wird ein Mikrofon, die Bühne, die Zuhörer und ein Moderator, der die Vortragswilligen in eine Reihenfolge bringt. Eine spontane Teilnahme ist möglich. Je nach Anzahl der Vortragenden können die Vortragenden auch mehrmals an diesem Nachmittag eine Probe ihres Könnens abgeben.

In den Erläuterungen zum Poetry Slam heißt es seitens des Vereins Kulturanker unter anderem: "Alle Literaturformen wie Lyrik, Prosa, Lustig, Ernst, Experimentell, HipHop, Beatboxing, Kurztheater, Kinderreime, Liedtexte, DaDa etc. in allen Sprachen und Dialekten – wir hatten bislang neben Deutsch auch Chinesisch, Englisch, Arabisch, Spanisch, Plattdeutsch". Auch nur ein oder mehrere kurze 2- oder 4-Zeiler können vorgetragen werden. Manchmal, so die Akteure des Kulturankers, ergeben sich auch Themen, die der aktuellen Situation geschuldet sind – zum Beispiel zu den Jahreszeiten, zum Fußball, zu politische Wahlen oder Gedenktagen.

Ab 19 Uhr steht der Abend bei Olo Bianco dann unter der Überschrift "ImP(r)oetry: Impro & Poetry & Performance". Bis 21 Uhr werde das Slam-Team "Die KiloGraphen" und das Impro-Theater-Duett "Herzsprung" gegenseitig Texte und Spielszenen perforieren, mischen, dekonstruieren, auftürmend wieder zusammenfügen, sodass sich nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Protagonisten der Literatur und des Improvisationstheaters auf der Bühne wundern, was dabei herauskommt.

Olo Bianco ist noch bis 2. November donnerstags bis sonntags geöffnet. Mehr unter www.kulturanker.de.