Magdeburg l Das war es dann auch schon wieder: Ab Donnerstag feiert das Olo-Bianco-Festival in der Otto-Hahn-Straße 1 im Wissenschaftshafen schon wieder seinen Abschluss. In Erinnerung bleiben soll es als ein Monat, bei dem sich der Blick mehr auf Musik und Theater, auf Literatur und Perfomance fokussiert hat als in den vergangenen Jahren. Geöffnet ist am Donnerstag ab 17.30 Uhr. Bis 5 Uhr ist jeweils Programm, und dann gibt es ab der späten Mittagszeit wieder etwas zu sehen bei Olo Bianco. Der letzte Vorhang fällt am Sonntagabend.

Zwar lenken auch die noch anstehenden vier Veranstaltungstage bis Sonntag mit einem vielfältigen Programm noch einmal die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich - nichtsdestotrotz lohnt es sich, die Blicke noch einmal vom Trubel abzuwenden: Auch wenn die bildende Kunst in diesem Jahr im Vergleich zu den vergangenen Jahren etwas in den Hintergrund getreten ist, gibt es allerhand zu sehen an Malerei, Fotografie, Skulpturen und Installationen. Gezeigt werden Arbeiten einheimischer Künstler ebenso wie Ideen aus anderen Regionen.

In der Vergangenheit hatten die Akteure rund um den Verein Kulturanker unter anderem das einstige Altstadtkrankenhaus und das TGA-Gebäude an der Sieverstorstraße bespielt. Dabei hatten sie vergessenen Orten wieder neues Leben eingehaucht - zumindest auf Zeit. Ziel der Festivals ist es nicht zuletzt, unabhängiger Kunst in Magdeburg eine Plattform zu geben und sie ins Bewusstsein der Menschen zu rücken.

Programm zum Abschluss des Veranstaltungsmarathons im Speicher B in der Otto-Hahn-Straße 1


Donnerstag
Der Start ins Wochenende steht im Zeichen des Kürbisses – ab 21 Uhr wählt das Publikum unter den Wettbewerbern den diesjährigen DJ Kürbis. Die Bewerber stellen sich mit Platten und CDs und ohne Rechner in einem 20-Minuten-Programm vor. Punkten dürfte beim Publikum, wer nicht allein musikalisch, sondern auch mit seinem Auftreten überzeugen kann. Die Veranstalter rechnen damit, dass der DJ Kürbis bis gegen 1 Uhr feststeht. Damit das Publikum alle Bewerber beurteilen kann, bitten die Veranstalter um pünktliches Erscheinen.
Der Bekanntgabe des DJ Kürbis 2014 folgt ein Auftritt von Trash-Ikone Tomas Tulpe (neues Album: "Wie wär’s mit Senf?") und eine 80er-Jahre-Fete mit Sascha Flux ("Süss. War Gestern") bis in den Freitagmorgen.

Freitag


Performance dann am Freitag: Ab 14 Uhr Amy J. Klement mit The Funneling – die Eintrichterung. Die Künstlerin nimmt eher scherzhaft mit einer Videoprojektion auf den menschlichen Körper das Bild des "Nürnberger Trichters" als Sinnbild des Eintrichterns beim Lernprozess aufs Korn. In einem ebenfalls eine Stunde währenden Programm präsentiert Nabi Nara ab 16 Uhr die Sexy Burka. "Gott liebt uns alle", lautete der Untertitel vorangegangener Auftritte. Von 18 bis 19 Uhr gehört eine Halle des Speichers B am Wissenschaftshafen Mathieu Sylvestre aus Frankreich, der sich unter anderem experimenteller Musik und Geräuschen widmet, und Frédéric Krauke aus Berlin, der Schwerpunkte in Filmkunst und Grafik setzt. Ebenfalls ab 18 Uhr stehen bei Haircut 3000 spontane Frisuren auf dem Programm – Besucher können sich in einen Terminplan am Eingang eintragen. Ab 19 Uhr wird es dann wieder laut: Die Musiker von Suddenly Human aus Halle, Artwhy und Hope aus Berlin sowie Kleinstadtlicht aus Zwickau stehen auf der Bühne. Zwischendurch lassen Les Trotteuses (Anne Moirier and Aurélie Pertusot)eine Composition for 15 Alarm Clocks – eine Komposition für 15 Wecker – erklingen. Leif and the Future aus Norwegen sowie die DJs Cut-Aholic, Moe Rübe, Phileas und Rawsmack geben ab 23 Uhr den Ton an.

Sonnabend


Der Sonnabend steht von 14 bis 16 Uhr im Zeichen der Performunion Open Space. Unter diesem Titel hat sich vor mehreren Jahren eine Gruppe von Künstlern aus unterschiedlichen Bereichen und in unterschiedlichen Konstellationen zusammengefunden. Die "nomadische" Zusammensetzung der Gruppe mache die Performances vielschichtig in ihrer visuellen Präsenz, überraschend in ihrer Musikalität und originell in der Theatralik.
Ab 22 Uhr sorgen Sable Sheep, Kunstkantine und Klub Elektrik für das Programm.

Sonntag

Der Sonntag dann steht noch einmal im Zeichen des Spiels auf der Bühne: Ab 18 Uhr geht es in der Performance von Emily Bam (Nora Großkopf, Constanze Jeschonek, Emily Opdenhoff, Freimut Diener und Johannes Löhr) darum, dass überall der Markt wütet und wie man dem begegnen kann.

Ab etwa 19 und bis 20.30 Uhr heißt es Stadtträume: Blick ins Herz einer Stadt. Die kubanische Regisseurin Xiomara Calderon und der Schauspieler Alejandro Fernandez haben in einem zweiwöchigen Theater-Workshop mit Magdeburger Jugendlichen Ansichten von Magdeburg auf die Bühne gebracht.

Der reguläre Eintrittspreis in den Speicher B an der Otto-Hahn-Straße 1 beträgt fünf Euro – für eine Reihe von Veranstaltungen liegt er aber auch darüber.

Weitere Informationen unter www.kulturanker.de im Internet.

 

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