Informationen von Christoph Ackermann unter www.in-die-fluten.de im Internet. Zu erreichen ist er auch telefonisch unter 0176/10 24 74 02.

Magdeburg l Eine Galerie der Partnerstädte soll es in Form von Streetart geben. Wie die Volksstimme berichtet, ist dafür - auch in Abstimmung mit dem Denkmalschutz - der Bereich der Brückenpfeiler unter der Sternbrücke vorgesehen. Ein Grund: Mit der Kunst soll ein Gegengewicht zu den illegalen Schmierereien entstehen, die bislang immer wieder mühsam entfernt werden müssen.

Hinter dem Graffiti-Projekt steht maßgeblich auch der diplomierte Designer und Künstler Christoph Ackermann. Mehrfach schon hat er in der Stadt mit seiner Kunst für Blickfänge gesorgt - ebenfalls an der Elbe beispielsweise im Rahmen eines Schulprojekts an einem kleinen Wirtschaftsgebäude am Platz unterhalb der Johanniskirche.

Sehenswürdigkeiten aus Magdeburgs Partnerstädten

Nun liegen seine Entwürfe für die Gestaltung der Flächen an der Sternbrücke vor: Mit einem Besuch der Sternbrücke können die Passanten eine Reise durch die ganze Welt unternehmen und einen Blick auf Sehenswürdigkeiten in den Partnerstädten Magdeburgs werfen.

Christoph Ackermann erläutert: "Das Gesamtprojekt ist in die einzelnen Felder unterteilt - für jede Stadt eines." Darauf zu sehen neben den Sehenswürdigkeiten die Wappen der Partner und ein paar kurze Informationen zur Stadt - in welchem Land sie sich befindet, wie viele Menschen dort leben, wie groß sie ist. Konzentriert hat sich Christoph Ackermann auf jene Städte, zu denen Magdeburg intensive Beziehungen pflegt.

Es bleiben jene Städte außen vor, mit denen irgendwann in grauer Vorzeit einmal ein Dokument unterzeichnet wurde, zu denen die Kontakte aber längst eingeschlafen sind. 1996 waren genau aus diesem Grund die Partnerschaftsverträge mit Donezk (Ukraine), Hradec Králové (Tschechien), Kayes (Mali), Lüttich (Belgien), Nagasaki (Japan), Setúbal (Portugal), Turin (Italien) und Valencia (Spanien) aufgekündigt worden.

Sponsoren sollen Graffiti-Projekt unterstützen

Der Magdeburger Künstler zeigt in den Bildern - eingebettet in Straßenzüge - Sehenswürdigkeiten der Partnerstädte. Laut Entwurf zu sehen sein werden so das Altstadtrathaus und die Alte Waage, das Schloss Richmond, die Stadtsilhouette und natürlich der Braunschweiger Löwe als Wappentier Braunschweigs, der niedersächsischen Partnerstadt Magdeburgs. Aus Harbin, der Zehn-Millionen-Einwohner-Metropole im Nordosten Chinas - sind der Lomgta-Turm und die St.-Sophien-Kirche zu erkennen. Und Le Havre in Frankreich präsentiert sich unter anderem mit einem Pylon seiner monumentalen Seine-Brücke und der St.-Joseph-Kirche.

Der Vorteil der klaren Untergliederung: So könnten sich besser Spender finden lassen. Christoph Ackermann sagt: "Denn klar ist auf jeden Fall: Finanziert werden soll dieses Projekt über Sponsoring." Liebhaber einer bestimmten Stadt in der Partnerschaftsgalerie Magdeburgs könnten damit ganz gezielt ihre Lieblingsstadt an der Sternbrücke abbilden lassen.

Der Knackpunkt: Die Stadt hat schon einmal bei potenziellen Sponsoren nachgefragt. Diese konzentrieren sich aber derzeit darauf, Flutgeschädigten zu helfen. Im kommenden Jahr könne man noch einmal anfragen. Christoph Ackermann sagt: "Ich halte dieses Vorhaben dennoch zum einen im Sinne der attraktiven Gestaltung Magdeburgs für sinnvoll."

Sponsoren-Logo wird verewigt

Zum anderen geht es aber auch um ein weltoffenes Magdeburg. Und zwar nicht, um ein solches nach außen zu präsentieren, sondern auch, um die Kontakte der Landeshauptstadt in alle Welt ins Bewusstsein der hier lebenden Menschen zu holen.

Finanziert werden soll die Galerie über Spenden. Dank des modularen Aufbaus können sich Interessenten ihre Lieblingsstadt aussuchen und deren Abbildung finanzieren: Pro Stadtbild betragen die Kostenfür Material, Gestaltungsund Entwurfsarbeit: 1541,40 Euro. Christoph Ackermann sagt: "Das Logo des potenziellen Sponsors wird mit auf dem Bild verewigt."

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