Magdeburg l Ende 2013 hat es in Sachsen-Anhalt 568 100 Wohngebäude gegegeben. Davon waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes 399 200 Einfamilienhäuser (70,3 Prozent), 71 000 Zweifamilienhäuser (12,5 Prozent) sowie 97 900 Mehrfamilienhäuser und Wohnheime (17,3 Prozent). Am geringsten ist der Anteil der Einfamilienhäuser in den beiden größten Städten des Landes:

In Halle beträgt der Anteil 48,4 Prozent und in Magdeburg 56,9 Prozent. Der höchste Eigenheimanteil besteht im Landkreis Jerichower Land mit 77,7 Prozent sowie im Altmarkkreis Salzwedel mit 77,4 Prozent.

Trotz des Rückbaus von Wohnraum insbesondere in den Magdeburger Randgebieten und eines zwischenzeitlichen Bevölkerungsrückgangs ist die Zahl der Wohngebäude in der Landeshauptstadt in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. So lag laut dem Statistischen Landesamt die Zahl der Wohngebäude in der Elbestadt im Jahr 1995 noch bei 25 856. Im Jahr 2004 überschritt die Zahl der Wohnhäuser in Magdeburg die Marke von 30 000.

Zurückzuführen ist diese Entwicklung - die in einem unterschiedlichen Ausmaß auch in den anderen Landkreisen und kreisfreien Städten Sachsen-Anhalts zu beobachten ist - auf mehrere Faktoren. Zum einen hält der Trend zum Einfamilienhaus an. Indiz dafür sind nicht allein eine Reihe von neuen Eigenheimvierteln in den Grenzen der Landeshauptstadt, sondern auch die hohe Nachfrage nach Kauf- und Mietobjekten in diesem Sektor. Der Anteil der Einfamilienhäuser ist innerhalb von drei Jahren in Magdeburg um 2,6 Prozent gestiegen. Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg schreibt, dass der Einfamilienhausanteil eine Kenngröße zur Beschreibung der regionalen Bebauungsstruktur sei. Ein hoher Wert weise auf eine eher lockere Bebauung hin. In Baden-Württemberg lag der Anteil der Einfamilienhäuser Ende 2013 übrigens bei 61 Prozent - in den Städten zwischen 35 Prozent in Stuttgart und 56 Prozent in Ulm und damit zum Teil deutlich unter dem Magdeburger Wert.

Ein weiterer Faktor ist der Trend zum Singlehaushalt, der in Deutschland seit geraumer Zeit zu beobachten ist. Dementsprechend steigt auch die Nachfrage nach geeigneten Wohnungen im Mietwohnungsbereich.