Magdeburg l Der Streit am Donnerstag scheint vorprogrammiert. Die für ihre Diskussionsfreudigkeit bekannten Sudenburger Stadträte Michael Hoffmann (CDU) und Oliver Müller (Linke) treffen dann auf den nicht weniger wortgewandten Stadtfelder Ratskollegen Jürgen Canehl (Grüne). Thema der Debatte wird die Beschlussvorlage der Stadtverwaltung sein, die festlegt, für welche Maßnahmen für welche Stadtteile in den verschiedenen Förderprogrammen des Bundes im kommenden Jahr Gelder beantragt werden.

Sudenburg und Stadtfeld sind beide im "Aktive Stadtteil- und Ortszentren"-Programm, kurz Aso, sollen aber unterschiedlich viel Geld erhalten. Während Sudenburg knapp über eine Million Euro bekommen soll (u.a. für die Fassade der Ambrosiuskirche), ist für Stadtfeld gut das Doppelte avisiert. Als dritter Stadtteil sollen zudem für Neustadt weitere 1,2 Millionen Euro beantragt werden. Diese ungleiche Verteilung hatte in der Vorwoche für einige Diskussionen im Süden der Stadt gesorgt.

Nun legen die Stadtfelder nach und hoffen auf zusätzliche Fördergelder für mehr Verkehrssicherheit am Schellheimerplatz. "Wir wollen die seit langem gewünschte Einrichtung von Überquerungshilfen in diesem Bereich finanziert haben", erklärt Jürgen Canehl. Ein entsprechender Änderungsantrag seiner Fraktion sei vom Stadtentwicklungsausschuss bereits grundsätzlich übernommen worden. Während Canehl gleich auf 28000 Euro zusätzlich für die Querungshilfen hofft, will der Ausschuss aber zunächst nur ein Stellplatzkonzept für den "Schelli" durchsetzen.

Welcher Stadtteil wie viel Geld bekommt, wird sich am Donnerstag zeigen.