Magdeburg l In Magdeburg wurde – verglichen mit den anderen kreisfreien Städten und Landkreisen Sachsen–Anhalts – am meisten gearbeitet. Laut einer Übersicht des Statistischen Landesamts in Halle wurdenim Jahr 2011 nämlich in den Grenzen der Landeshauptstadt 203,5 Millionen Stunden erbracht. An der zweiten Stelle folgt Halle mit 183,9 Millionen Stunden. Im Vergleich zu den Vorjahren ist das Arbeitsvolumen in den Städten ebenso wie in den Kreisen gesunken: In den Jahren 2000 und 2010 lag der Wert noch bei 218,0 beziehungsweise 206,4 Millionen Stunden.

Zum Vergleich: Für das Jahr 2011 ermittelten die Statistikbehörden für Erfurt 196,8, für Mainz 205, für Chemnitz 213,7, für Braunschweig 214,9 und für Kiel 219,6 Millionen Arbeitsstunden.

Der hohe Wert für die sachsen-anhaltische Landeshauptstadt bedeutet übrigens keineswegs, dass die Magdeburger arbeitssamere Menschen sind als die aus den Nachbarregionen. Vielmehr ist dies ein Zeichen dafür, dass zwischen Barleber See und Beyendorf-Sohlen besonders viele Menschen in Lohn und Brot stehen und dass die Stadt mithin eine gewisse wirtschaftliche Stärke auf der Haben-Seite verbuchen kann.

Heruntergerechnet auf den einzelnen Erwerbstätigen kommt Magdeburg nämlich auf 1472 Arbeitsstunden pro Jahr (2000: 1548; 2010: 1476). Damit liegt die Landeshauptstadt vor Halle mit 1462 und dem Salzlandkreis mit 1463 Arbeitsstunden pro Erwerbstätigen und Jahr auf dem drittletzten Platz. Spitzenreiter hier ist die Doppelstadt Dessau-Roßlau mit einem Wert von 1525. An zweiter Stelle liegt das Jerichower Land mit 1519 Arbeitsstunden, und der Landkreis Börde belegt mit 1504 Arbeitsstunden einen Platz im Mittelfeld. Der Durchschnitts-Sachsen-Anhalter hat laut dem Landesamt 1493 Stunden im Jahr 2011 an Werkbank, in der Backstube, auf dem Feld oder am Schreibtisch verbracht.

Das Standard-Arbeitsvolumen umfasst laut Lexikon des Statistischen Landesamtes die Gesamtzahl der während des Berichtszeitraums am jeweiligen Arbeitsort von den Erwerbstätigen tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden. Mit der Bezeichnung Standard-Arbeitsvolumen soll dem Umstand Rechnung getragen werden, dass mangels statistischer Ausgangsdaten unternehmensspezifische Sonderregelungen zu den tariflichen Arbeitszeiten in den Berechnungen nicht berücksichtigt werden können.