Magdeburg l Der Magdeburger Markt für Büroflächen hat 2013 gegenüber dem Vorjahr um rund ein Drittel auf 20 000 Quadratmeter zugelegt. Er erreicht damit nahezu den Mittelwert der jüngsten fünf Jahre wieder. Für 2014 prognostiziert der Immobiliendienstleister Aengevelt nach gutem Marktstart mit 5600 Quadratmetern bis Ende April einen stabil hohen Büroflächenumsatz von rund 20 000 Quadratmetern.

Vor allem große Flächen finden neue Nutzer


Im vergangenen Jahr haben sich insbesondere für große Flächen von mindestens 500 Quadratmetern Liebhaber gefunden: Der Anteil der in diesem Segment an den Nutzer gebrachten Flächen stieg von 30 Prozent im Jahr 2012 auf 69 Prozent im Jahr 2013. Die Marktquote des Segments 250 bis 500 Quadratmeter ging dagegen deutlich von 60 auf 18 Prozent zurück, während der Anteil der Größenklasse bis 250 Quadratmeter mit 13 Prozent stabil blieb.

Leer standen im Vorjahr mit 134.000 Quadratmeter 5000 weniger als ein Jahr zuvor. Die Leerstandsquote fällt damit bei einem Gesamtbestand von rund 1,03 Millionen Quadratmetern auf 13 Prozent. Die Spitzenmiete hat sich binnen Jahresfrist dem Bericht zufolge moderat von 10,50 auf 10,80 Euro pro Quadratmeter erhöht. Die mittlere City-Miete liegt konstant bei 8,50 Euro pro Quadratmeter, am Innenstadtrand werden ebenfalls unverändert 6 Euro pro Quadratmeter im Mittel erzielt, in den äußeren Stadtteilen und Nebenlagen stieg das Mietpreisniveau um 50 Cent auf 5,50 Euro pro Quadratmeter in der Spitze, während der mittlere Mietpreis unverändert vier Euro pro Quadratmeter erreicht.

Für 2014 prognostiziert Aengevelt einen robusten, für Magdeburg ohne singuläre Großabschlüsse der öffentlichen Hand markttypischen Büroflächenumsatz. Dazu zählen unter anderem zwei größere Abschlüsse über jeweils rund 1750 Quadratmeter durch zwei Callcenter im Bürogebäude Halberstädter Straße 42.

Zu erwarten sei außerdem ein deutlicher Abbau der nominellen Angebotsreserve von 134 000 auf 126 500 Quadratmeter an Büroflächen. Der marktfähige Angebotssockel werde einen Wert von 70 000 Quadratmetern erreichen. Gleichzeitig werde die neue oder sanierte Bürofläche innerhalb eines Jahres nach gerade einmal 600 Quadratmetern auf rund 5600 Quadratmeter steigen. Dazu zählen unter anderem 3000 Quadratmeter im Kathari- nenturm, in dem der Immobiliendienstleister mit Niederlassung in Magdeburg bereits vor Fertigstellung insgesamt rund 1300 Quadratmeter an eine Steuerberatungsgesellschaft und ein Schulungszentrum vermittelt hat. Die Spitzenmieten für Büros würden auf dem Niveau von 10,80 Euro pro Quadratmeter verharren.

Dienstleister vom Arzt bis zur Sozialeinrichtung


2013 entfielen nahezu stabil zum Vorjahr rund 35 Prozent der Flächenumsätze auf die City – 2012 waren es 38 Prozent. Den höchsten Umsatzanteil erzielten indessen die Stadtteil- und Nebenlagen mit rund 62 statt 27 Prozent, während die Marktquote des Innenstadtrands markant von 35 auf lediglich 3 Prozent sank.

Wie bereits im Vorjahr haben 2013 die unternehmensbezogenen und sonstigen Dienstleister wie Unternehmensberatungen, Rechtsanwälte, Ärzte, Bildungs- und Sozialeinrichtungen die stärkste Nachfragegruppe mit einem Umsatzanteil von 64 Prozent gestellt. Zweitstärkste Nachfragegruppe waren 2013 erneut die sonstigen Unternehmen (u.a. Industrie- bzw. Handelsbetriebe), auch wenn sich ihr Marktanteil im Vergleich zum Vorjahr auf 12 Prozent halbiert hat. Banken, Finanzdienstleister und Versicherungen konnten ihre Marktquote mit 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr verdoppeln und sind damit die drittstärkste Gruppe. Wurden 2012 keine nennenswerten Flächenumsätze seitens der öffentlichen Hand registriert, entfielen auf sie 2013 9 Prozent des Magdeburger Büroflächenumsatzes.