Magdeburg l Ein neues Bündnis zwischen Jobcenter, Agentur für Arbeit und Stadt soll beim Überwinden der Jugendarbeitslosigkeit helfen. 7,2 Prozent der 15- bis 25-Jährigen waren im Oktober 2014 arbeitslos.

"Leider gibt es Schulabgänger ohne Arbeit und sogar ohne Schulabschluss. Diese stellt dann natürlich kein Betrieb ein", hielt Oberbürgermeister Lutz Trümper fest. Das Bündnis soll nun im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit, vor allem bei der Vorbeugung der Langzeitarbeitslosigkeit der Jugend, helfen. Dazu soll beispielsweise eine gemeinsame Internetplattform geschaffen werden, hieß es gestern am Rande der Vertragsunterzeichnung. Langzeitarbeitslosigkeit bei Jugendlichen werde damit zur Chefsache, hieß es weiter. "Wir glauben, dass wir den Puls der Zeit in diese Kooperationsvereinbarung einbringen", meinte Bernd Müller, Geschäftsführer des Jobcenters Magdeburg.

Betroffene Jugendliche brauchten heute schnelle und gezielte Lösungen, sagte Matthias Kaschte, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit. Zweck der neuen Kooperation sei auch, die Grenzen der Behördenzuständigkeiten zu überwinden. "Wir haben uns zusammengeschlossen, um für Jugendliche bessere und vor allem überschaubarere Angebote zu schaffen", so Kaschte. Bis Juni 2016 soll das schrittweise geschehen.

Angesichts des wachsenden Fachkräftemangels sei die Ausbildung der Jugend umso wichtiger. "Wir brauchen jeden Einzelnen, der von der Schule kommt, für die Wirtschaft", meinte Rathauschef Trümper und fügte ernst hinzu: "Die eigentliche Katastrophe ists, wenn Jugendliche mit 20 schon Hartz IV bekommen und da nie wieder rauskommen."