Magdeburg l Das Gebiet östlich der Elbe ist das flächenmäßig größte - hier laufen Polizeiobermeisterin Maja Hendrich und Polizeihauptmeister Marko Redmann ihre Streife. "Es ist der aus meiner Sicht schönste Bereich, den wir in Magdeburg haben", erzählt Polizeihauptmeister Marko Redmann, früher Kontaktbeamter "KOB", heute "RBB". Sechs Jahre lang war er für Anwohner und Gewerbetreibende in Ostelbien Kontaktbeamter der Polizei in Magdeburg und froh darüber, in diesem Jahr als RBB für die Stadtgebiete östlich der Elbe und Pechau, Randau und Calenberge ausgewählt worden zu sein.

Seine Dienststelle in der Berliner Chaussee wurde im Zuge der Polizeireform der Landesregierung geschlossen, heute arbeitet er überwiegend "draußen". "Das heißt, wir sind von Montag bis Freitag, von 7 bis 15.30 Uhr, in unserem Gebiet unterwegs. Bei Veranstaltungen wie Lampionumzüge der Kitas verlagert sich unsere Dienstzeit entsprechend." Streife zu laufen bedeutet für die RBB, dort zu sein, wo Schwerpunkte liegen. Diese werden von den Polizeibeamten selbst gesetzt. "Es zieht uns dorthin, wo sich viele Menschen aufhalten. In Cracau und Brückfeld sind es beispielsweise Einkaufseinrichtungen", verrät Marko Redmann. In Cracau sprechen die Beamten mit Rebekka Söder-Schneider, die hier ihren Verkaufsstand hat. "Die Polizisten kümmern sich um Betrunkene, die sich hier manchmal tummeln", erzählt die Verkäuferin. Aber auch abgelegene Gebiete würden kontrolliert. "Gerade im Winter", rät der Polizeihauptmeister, "sollten Gartenbesitzer ihre Lauben ordentlich sichern." Sie wären für Einbrecher willkommene Beute. Begleitet wird der Polizeihauptmeister von Maja Hendrich. Die Polizeiobermeisterin hat über zehn Jahre Erfahrung im Bereich Prävention und genau diese wird sie nun als RBB weitertragen. "Ob Anfragen zu Zivilcourage, Verhalten im Straßenverkehr - wir kommen dahin, wo Gesprächsbedarf ist", so Maja Hendrich.

Im Winter wollen die Polizisten an der Grundschule Am Brückfeld "Mitgehen mit Fremden" unterrichten. "Wir werden mit jeder Klasse darüber sprechen und den Schülern erzählen, wie sie sich gegenüber Fremden verhalten sollen", so die Polizisten.

Sie helfen auch dem Ordnungsamt der Stadt Magdeburg. "Kürzlich haben wir Kollegen vom Ordnungsamt vor einer Schule unterstützt, weil Kinder geraucht haben. Unsere Befugnisse sind größer und wir haben die Personalien aufgenommen, damit die Eltern informiert werden konnten", so Hendrich. "Wir sind keine Einsatzkräfte", macht Marko Redmann deutlich, "für Notfälle sollen Bürger immer die 110 wählen", erklärt der 50-Jährige.

Dennoch verlassen die RBB das Dienstgebäude in der Hallischen Straße nie ohne Uniformen, Handschellen und Pistolen. "Wir bleiben schließlich Polizeibeamte und müssen gegebenenfalls auch einschreiten können", stellt Marko Redmann klar, "Wir sind aber vor allem Ansprechpartner für die Bürger und gerade das macht diesen Beruf für uns aus."