Eine komplette Sanierung des Nicolaiplatzes wird nicht machbar sein. Das hat sich während der Sitzung der GWA "Neue Neustadt" am Donnerstag herausgestellt. Zum Kuckhoffplatz ist für den 9. Dezember eine Anwohnerversammlung geplant.

Neue Neustadt l Auf die vollständige Sanierung und Umgestaltung des Nicolaiplatzes werden die Neustädter noch warten müssen. Zirka 416 000 Euro wurden über das Förderprogramm Aktive Stadt- und Ortsteilzentren bewilligt - ein Fünftel dessen, was die Realisierung ursprünglicher Planungen gekostet hätte. Das Geld wird in vier Teilsummen von 2014 bis 2017 ausge- zahlt.

Mit diesen Teilsummen werde es jedoch schwierig, überhaupt einen Bereich auf dem Platz abschließend umzugestalten, berichtete die Mitarbeiterin des Stadtplanungsamtes, Jeannette Digonis, die zur Sitzung der GWA eingeladen worden war.

Es sei zwar möglich, einen weiteren Fördergeldantrag über 500 000 Euro zu stellen. Voraussetzung dafür sei jedoch ein Grundsatzbeschluss des Stadtrates. Die Verwaltung habe unabhängig davon schon ein Planungsbüro beauftragt. Es soll Varianten erarbeiten, wie das vorhandene Geld sinnvoll eingesetzt werden kann. Sobald etwas vorliege, werde es den Bürgern vorgestellt.

Anwohnerversammlung zum Kuckhoffplatz geplant

Die Umgestaltung des Nicolaiplatzes von vornherein als vierjähriges Projekt auszuschreiben, sei schwierig, meint Jeannette Digonis. Denn es sei unwahrscheinlich, dass Baufirmen bei jährlichen Kostensteigerungen um zirka 2 Prozent schon jetzt Preise über Zeiträume von drei bis vier Jahren kalkulieren würden. Fördergeld für andere Projekte, etwa für den Kuckhoff- und den Platz vor dem Gesundheitszentrum, zugunsten des Nicolaiplatzes umzuwidmen, sei förderrechtlich nicht möglich. Denn die Projekte sind in unterschiedlichen Programmjahren bewilligt worden, begründete Jeannette Digonis. Während das Geld für den Nicolaiplatz 2013 bewilligt wurde, waren die Zusagen für den Kuckhoffplatz und den Platz vor dem Gesundheitsamt schon ein Jahr zuvor gegeben worden, erläuterte die Mitarbeiterin des Stadtplanungsamtes.

Für den Kuckhoffplatz ist inzwischen eine öffentliche Sitzung für Anwohner und Interessenten geplant. Sie soll am Dienstag, 9. Dezember, stattfinden. Ab 16.30 Uhr wird der Platz besichtigt, anschließend werden im großen Beratungsraum im Gesundheitszentrum die Planungen vorgestellt.

Für den Platz vor dem Gesundheitsamt rechnet die Verwaltung mit einem Termin Anfang des neuen Jahres. Hierzu gebe es am 1. Dezember noch einmal eine große "Ämterrunde". Eventuelle Einwände müssten danach noch in die Entwürfe eingearbeitet werden, ehe die Planungen der Öffentlichkeit vorgestellt werden können.

Ebenfalls erst im neuen Jahr werden die Vorschläge für die Freiraumaufwertung entlang der Lübecker Straße vorgestellt werden können. Einen Vor-Ort-Termin hat es bereits gegeben, das Ingenieurbüro trägt nun die Erkenntnisse zusammen.

Für Kuckhoffplatz und Platz vor dem Gesundheitsamt sind 510 000 Euro Fördergeld bewilligt, für die Freiraumaufwertung der Lübecker Straße zirka 194 000 Euro. Alle Projekte werden zu einem Drittel von der Stadt und zu zwei Dritteln von Land und Bund finanziert.