Magdeburg (ad) I Ein Kipplaster-Fahrer hat die Oberleitung am Bahnübergang Oebisfelder Straße stark beschädigt. Dadurch kam es zu Verspätungen im Zugverkehr. Der Vorfall ereignete sich bereits am Donnerstag, wurde aber erst jetzt in Gänze bekannt.

Laut Bundespolizei fuhr der Lkw über den Bahnübergang Oebisfelder Straße, Höhe Stellwerk Rothensee und beschädigte dort die Oberleitung. "Als die sofort eingesetzte Streife der Bundespolizei am Ereignisort, Bahnkilometer 21,9, eintraf, befand sich der Kipplaster mit aufgerichteter Kippvorrichtung auf dem Bahnübergang", berichtet Bundespolizeisprecherin Romy Gürtler.

Die Kippvorrichtung berührte noch immer die Oberleitung. Der 48-jährige Fahrer saß weiter in der Fahrerkabine. Augenzeugen schilderten, dass es beim Aufprall einen lauten Knall gab und das rechte Vorderrad des Lkw sofort Feuer fing, aber von allein wieder erlosch. Außerdem funkte und glühte die Hydraulik der Kippvorrichtung.

Erst als ein Notfallmanager der Bahn die Oberleitung erden ließ, konnte der Lkw-Fahrer gerettet werden. Der Mann konnte die Fahrerkabine verlassen. Allerdings stand er unter Schock und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Es entstand ein beträchtlicher Schaden an der Oberleitung und es kam zu insgesamt 530 Minuten Verspätungen bei sieben Zügen.

Der Verursacher muss laut Bundespolizei mit einem Ermittlungsverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr rechnen. "Dennoch hatte er Glück im Unglück, hätte er die Fahrerkabine sofort verlassen,
hätte die Gefahr eines lebensgefährlichen Stromschlages bestanden", so Polizeisprecherin Gürtler.