Magdeburg l Eine besondere Benefiz-Veranstaltung verspricht der "Advent im Ravelin" am Sonntag, 21. Dezember, zu werden. Die Mitglieder des Sanierungsvereines "Ravelin 2" organisieren ihn gemeinsam mit der Fachgruppe Festungsanlagen im Kultur- und Heimatverein Magdeburg e.V. in einem Teil der Magdeburger Festungsanlagen aus der Zeit nach 1870, die sich im Bereich der Maybachstraße befinden. Der Verein möchte die Anlagen sanieren, erhalten und langfristig mit kulturellem Leben erfüllen. Außerdem soll dort eine Art Zentrum für Magdeburger Festungsgeschichte entstehen. Die Veranstaltung soll das bislang wenig bekannte Kleinod ins Bewusstsein der Magdeburger rücken. Zudem wollen die Organisatoren Spenden für ihr Vorhaben sammeln.

Vereinsvorsitzender Rüdiger Stefanek gerät schon im Vorfeld ins Schwärmen. Die Wege zur Anlage sollen mit Kerzenbändern erleuchtet werden. Denn da Besucher zwischen 14 und 22 Uhr willkommen sind, wird der größere Teil der Benefizaktion im Dunkeln stattfinden. Entsprechend werden auch die Gewölbe, in denen Kunst und Kultur zu erleben sein werden, stimmungsvoll illuminiert. Skulpturen, Gemälde und Fotografien werden im Ravelin gezeigt. Außerdem haben die ausnahmslos ehrenamtlichen Organisatoren Kunsthandwerker eingeladen. Auch ein Rahmenprogramm mit Musik und Theater haben die Veranstalter organisiert. Die Künstler unterstützen die Spendenaktion und treten unentgeltlich auf. Für Speisen und Getränke ist gesorgt. Auch Souvenirs werden angeboten. Zudem werden die Vereinsmitglieder mit Informationstafeln über die Magdeburger Festungsanlagen aufwarten. Dort wo sich einst eine Brücke befand ist geplant, diese per Beamer an eine Metallabsperrung zu projizieren.

Während die Vorbereitungen für den Adventsmarkt in vollem Gang sind, wurde durch den tollen Einsatz der GISE-Mitarbeiter, wie Rüdiger Stefanek lobte, in den vergangenen Monaten der Fußboden der Kehlkasematte weiter komplettiert und der rußgeschwärzte Putz von den Gewölben entfernt. Die Vereinsmitglieder sind guter Dinge, dass sie bald auch den Nutzungsvertrag für das Gelände unterschriftsreif erhalten werden.

Denn das Areal gehört der Stadt Magdeburg, die es dem Verein zur Sanierung und Nutzung überlässt und diesen auch unterstützt. Der Verein war in diesem Jahr gegründet worden und ist inzwischen geschäftsfähig. Dem Vertragsabschluss hatte bislang die noch ausstehende Sicherung der Anlagen entgegengestanden.

Die ist inzwischen aber so gut wie abgeschlossen, so dass der Überlassungsvertrag, nach Prüfung durch alle Beteiligten, noch in diesem Jahr unterzeichnet werden kann, hofft Rüdiger Stefanek.