Magdeburg l Dieses Mal brannten drei Autos an der Juliusstraße vor einer Kita. Es waren die Fahrzeuge 13, 14 und 15 in einer Serie. Alle gehen möglicherweise auf das Konto desselben Täters, da die Vorgehensweisen sich stark ähneln. "Wir prüfen einen Zusammenhang", heißt es dazu von der Polizei. Dieses Mal wurde nicht in Olvenstedt gezündelt, sondern im benachbarten Nordwest.

Wieder wurde vermutlich Grillanzünder benutzt, um die Autos anzustecken. Auch dieses Mal fingen die Fahrzeuge zu nachtschlafender Zeit Feuer. Drei Autos wurden zerstört. Zwei weitere wurden beschädigt. Die Polizei schätzt den Schaden auf 50.000 Euro. Noch in der Nacht von Freitag zu Sonnabend sicherte die Polizei Spuren. Doch Hinweise auf den Täter gibt es offenbar nicht.

Erstmals brannten am 19. November zwei Autos am Scharnhorstring. Zwei Tage später, am 21. November, standen ein BMW und ein Mercedes in der Düppler Mühlenstraße in Flammen. Gleich acht Fahrzeuge sind in der Nacht vom 26. zum 27. November an der Johannes-Göderitz-Straße Ziel von Brandanschlägen geworden. Die Polizei hatte daraufhin eine Ermittlungsgruppe gegründet, die Polizeipräsenz in Olvenstedt verstärkt.

Nun hat es erstmals in Nordwest gebrannt. Intern vermuten die Ermittler einen Einzeltäter, was eine Ergreifung allerdings umso schwieriger machen würde. Helfen könne hier vor allem "Kommissar Zufall", heißt es.

"Ich hatte mein Auto gerade erst bei der Durchsicht", sagt Anwohner Udo Mehlich. Sein Opel wurde "nur" angeschmort. Er hatte in der Nacht noch versucht, das Auto mit einem kleinen Feuerlöscher zu kühlen. Da das nicht half, fuhr er es unter Lebensgefahr weg. Aus dem Fahrzeug vor ihm schossen bereits meterhohe Stichflammen. Für die Aktion wurde Mehlich von den Beamten vor Ort noch angeraunzt. "Was soll ich machen, mein Auto ist doch erst zwei Jahre alt", sagte er.

Mehrere Anwohner berichteten in der Tatnacht, durch lautes Knallen wach geworden zu sein. Das waren die Autoreifen, die unter der Hitze platzten. Eines der angezündeten Autos stand direkt unter einer Laterne. Die Polizei hofft nun, dass Zeugen etwas beobachtet haben, es den einen entscheidenden Hinweis geben könnte.

Die Polizei bittet Personen, die Beobachtungen im Bereich der Juliusstraße/ Hugo-Junkers-Allee gemacht haben, sich bei der Kripo unter der 0391/546 17 40 zu melden.

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