Magdeburg l Es müssen wohl so gut wie alle da gewesen sein. Randau/Calenberge zählt rund 600 Einwohner. Auf dem Hof der Randauer Feuerwehr finden sich am Nikolausabend mindestens so viele Gäste ein und feiern äußerst gut gelaunt schon mal hinein in den 2. Advent. Die Jugendfeuerwehr hatten am Vortag stundenlang Plätzchen und andere Lecke-reien gebacken und präsentiert die süße Seite des Marktbuffets stolz der zahlreich zulangenden Kundschaft. Lecker! Gegenüber reichen die erwachsenen Kameraden Deftiges aus Topf und Pfanne sowie natürlich vom Bratwurstgrill. Chapeau für den Grünkohl! Der erweist sich als absolut tauglich selbst für ein gutes Restaurant - auf dem Randauer Markt allerdings zum kleinen Preis. Die Versorgungslage, auch die flüssige, ist also blendend, obendrein komplett hausgemacht.

Handgemacht ist auch die weihnachtliche und geschmackvolle Papier- und Schmuckkollektion, die ein paar Randauer Damen am einzigen lebensmittelfreien Stand des Marktes feilbieten.

Familien mit Kindern "im Gepäck" haben allerdings so schnell keine Chance, zu den Marktständen durchzudringen. Das verhindert das Karussell am Eingang zum Festplatz. Es tourt kostenlos; ein Geschenk von Fuhrunternehmer Michael Kaufholz. Kinder holen sich den Drehwurm gratis. Wenn sie irgendwann zum Absteigen zu bewegen sind, lädt die Bastelstraße in die Feuerwehrgarage ein. Die Figuren zum Bemalen kommen super an. Natürlich auch der Weihnachtsmann in Person von Stephan Kaffanke; Ortsbürgermeister Günther Kräuter hält den Knirpsen das Mikrofon. Gedicht gefällig? Bitte doch!

Den kulturellen Teil bestreiten "Die Kreuzhorster", vom ortsansässigen Profi Frank Satzky zum Laienchor geformt. Am Schluss singt halb Randau die weihnachtlichen Weisen mit. Das geht ans Herz.

Der Randauer Adventsmarkt ist klein, aber fein und eine Botschaft auf den Gemeinschaftssinn im dörflichen Stadtteil.

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