Magdeburg l Fast ein Drittel der Magdeburger Produkte fließt in den Export, wie aus Zahlen des Statistischen Landesamts hervorgeht. Ganz Sachsen-Anhalt kommt auf eine Quote von 27,0 Prozent und liegt damit im Bundesvergleich nur vor Hamburg mit 23,8 Prozent. Spitzenreiter sind Bremen mit 55,1, Berlin mit 53,2, Baden-Württemberg mit 52,6, Rheinland-Pfalz mit 52,5 und Bayern mit 52,2 Prozent. Der Wert für Deutschland beträgt 45,8 Prozent.

Auch wenn die Exportquote im Bundesvergleich nicht überragend ist - Magdeburg hat in den vergangenen Jahren einen enormen Sprung hingelegt: Im Jahr 2000 lag der Wert laut Statistischem Landesamt noch bei 9,9 Prozent, 2002 bei 15,2 Prozent, 2004 bei 18,0 Prozent, 2006 bei 20,3 Prozent, 2008 bei 26,3 Prozent, 2010 bei 28,7 und 2012 bei 28,8 Prozent. Einen ähnlich hohen Sprung hat Halle von 11,8 Prozent im Jahr 2000 gemacht. Verhaltener fiel die Steigerung zum Beispiel in der Börde aus (2000: 26,2 Prozent), während Spitzenreiter Mansfeld-Südharz keine Steigerungen mehr zu bieten hat: Im Jahr 2004 hatte die Exportquote hier einen Wert von 53,4 Prozent erreicht. Das Jerichower Land lag 2000 bei einer Exportquote von 9,0, der Salzlandkreis bei 22,8.

Im Lexikon des Statistischen Landesamts wird die Exportquote als Anteil des Auslandsumsatzes am Umsatz insgesamt für die Industriebetriebe definiert. Als Umsatz wiederum gilt - unabhängig vom Zahlungseingang und Liefertermin - die Summe der Rechnungsendbeträge der Lieferungen und Leistungen an Dritte. Neben den Direktlieferungen sind auch Umsätze mit deutschen Exporteuren erfasst.

Die Exportquote gibt Auskunft darüber, wie groß die Bedeutung ausländischer Märkte für die regionale Wirtschaft ist.