Ein jugendlicher Intensivtäter hat in diesem Jahr zwei Magdeburger Juweliere überfallen. Bereits nach der ersten Tat sollte der damals 15-Jährige für drei Jahre ins Gefängnis. Allerdings wurde das Urteil des Amtsgerichtes in der Berufung vom Landgericht kassiert.

Magdeburg l Das Jugendschöffengericht hat einen 16-jährigen Magdeburger Juwelierräuber zu einer Jugendstrafe von vier Jahren und neun Monaten verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Jugendliche zusammen mit weiteren Mittätern am 30. Oktober dieses Jahres ein Juweliergeschäft an der Bärstraße überfallen hat.

Nach Informationen der Volksstimme handelt es sich bei dem 16-Jährigen um denselben Jungen, der bereits Anfang dieses Jahres mit einem Komplizen ein Juweliergeschäft an der Halberstädter Straße überfallen hatte (Volksstimme berichtete). Der damals noch 15-Jährige wurde von der Polizei nach der Tat gefasst und vom Amtsgericht zu einer Jugendstrafe von drei Jahren ohne Bewährung verurteilt. Allerdings wurde dieses Urteil in der Berufungsverhandlung vor dem Landgericht kassiert. Die Strafe wurde in zwei Jahre auf Bewährung abgemildert. Der Junge kam wieder auf freien Fuß.

Am 30. Oktober überfiel der Jugendliche dann den Juwelier an der Bärstraße. Laut Zeugenaussagen sollen dieses Mal drei weitere Personen an dem Überfall beteiligt gewesen sein. Die Mittäter blieben laut Gericht allerdings bislang unbekannt. Die Angestellte des Juweliers wurde von drei Personen mit einer Waffe bedroht. Eine vierte soll vor dem Geschäft Schmiere gestanden haben. Da die Kasse des Juweliers schon leer war, räumten die Täter die Schmuckvitrine aus. Der Wert der Beute wurde mit 15 000 Euro beziffert. Der nun verurteilte 16-Jährige konnte nach der Tat gefasst werden.

Auch bei dem Überfall auf den Juwelier an der Halberstädter Straße Anfang dieses Jahres wurde der Ladenbesitzer mit einer Waffe bedroht. Allerdings konnte er die beiden Räuber in die Flucht schlagen. Beide versteckten sich anschließend auf dem Gelände einer nahegelegenen Schule. Das hatte wiederum einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst.

Die Einsatzkräfte konnten die beiden damals stellen und zwei Schreckschusswaffen und Skimasken sicherstellen. Schon damals hieß es von der Polizei, dass der 15-Jährige bereits mehrfach im Zusammenhang mit anderen Straftaten aufgefallen sei.